a crank and a half

ein cycling4fans blog von Hansi.Bierdo

Archiv für die 'Allgemein' Kategorie

Liegt Stuttgart am Meer?

Sonntag 27. Juni 2010 von hansi.bierdo

Ich frag mich das seit einiger Zeit immer öfter? Wir haben hier seit 2 oder 3 Saisons standardmäßig einen Wind durchs Neckartal, wie am Meer. Echt! Unter 20km/h geht hier scheinbar nichts mehr, und immer aus der falschen Richtung, das nervt! Man ist die ganze Fahrt nur am kämpfen, gegen einen Gegner, der einem ganz langsam, eins nach dem anderen, die Körner aus den Socken zieht und sich trotzdem nüscht auf dem Tacho tut.

Fast 3h war ich heute als Lenkdrache unterwegs, Spaß gemacht hat eigentlich nur die Sonne und der Esel in der Wilhelma auf dem Heimweg, der erst neugierig herankam und sich fotografieren liess und als ich doch nichts für ihn zu essen hatte, abdrehte und schrieh wie am Spiess… Iii-Aaaahh

esel-klein

Ach ja, unterwegs hab ich vermutlich das Laminiereisen entdeckt, das man in Köln auf der Baustelle verentwendet hat. Es wurde möglicherweise über Rhein und Neckar an einen größeren Altmetallhändler in einem kleinen Nachbarort von S verkauft. laminiereisen-klein

Vielleicht verschwinden auch dort die geklauten Räder, die nie wieder auftauchen?

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Ich frage mich im Nachhinein, ob nicht vielleicht sogar der legendäre Nibelungenschatz unter einem dieser Haufen begraben liegen könnte, (f)a(l)ls ihn 1945 die Nazis per Binnenschiffahrt aus dem Land schaffen wollten…

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Doppelt vermasselt

Samstag 5. Juni 2010 von hansi.bierdo

Ein lockeres Einrollen für die morgige Laktatschlacht mit “Ich hab gar nichts mehr drauf”-Jochen (ja,ja, schon klar, ich berichte sobald ich wieder tippen kann) sollte es werden, dann fiel mir ein, das ja Kriterium in Wangen ist. Und hopps, Richtung gedreht und zur Kelter gekurbelt.

Als ich ankam lief gerade das Seniorenrennen. Die Jungs besorgten es sich noch echt ganz gut. Leider hatte ich keinen Foto dabei, war das doch eher eine spontane Aktion. Erstes Mal vermasselt!

Als ich dann auch ein Programm in die Finger bekam, sah ich das das Frauenrennen schon vorbei war und letztes Jahr auch noch Johanna Bock gewonnen hatte,  und da ich dieses hübsche Wesen nirgends ausmachen konnte war mir klar, dass ich es doppelt vermasselt hatte. Mistkram. Ich eigne mich einfach nicht als Chick…

Immerhin hab ich noch meinen ehemaligen sportlichen Leiter getroffen und eine Runde nett geplauscht.

Bemerkenswert auch bei diesem Rennen mal wieder die unglaubliche Materialschlacht, die bei den Amateuren und besonders unter den jüngeren Fahrern herrscht. Während die Senioren gute, aber recht normale Räder fuhren, kann man bei A/B/C/KT anscheinend schon nicht mehr ohne Hochprofilräder fahren, und keine billigen, neenee, Easton, Lighties, Ritchey and stuff like that. Auch scheint die Arroganz proportional zu den beiden Faktoren mangelnde Rennjahre und Material zu stehen. Während die älteren Fahrer meist ganz nett sind, sind die Jungen offensichtlich schon solche “Stars”, dass man auch prima die Streckenposten anpöbeln kann, wenn man drauf aufmerksam gemacht wird, dass da hinten das Feld kommt, und man deshalb bitte nicht die Strasse überqueren soll. LOL

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Allgemeine Schutzverletzung

Montag 24. Mai 2010 von hansi.bierdo

im Modul Sattelstütze.exe ;-)

Peinlich, peinlich, aber Selbsterkenntnis ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung: Wie es ausschaut, sind meine Knie- und Hüftproblemchen nach dem Radeln hausgemacht.

Am Freitag entdeckte ich das mir bis dato unbemerkte Dilemma. Wobei, so ganz unbemerkt war es natürlich nicht gewesen. Schon öfters hatte ich in mich selbst hineingehört, hinterfragt, ob sich die Kraftübertragung nicht etwas komisch anfühlt?! Ich war dann gedanklich bei den neuen Cleats gelandet, die aber erst nach Anzeichnen der alten Position drankamen, sprich genauso montiert waren wie immer. Trotzdem, das anfängliche Gefühl verdichtete sich zu der Erkenntnis: es gab hier einen Fehler im System, der behoben werden sollte. Also sollte ich doch alles mal überprüfen.

Gleich das erste relevante Maß war falsch: die Sattelhöhe. Die Klemmschraube der Sattelstütze war nicht so fest, wie sie sein sollte, und demzufolge die Sattelstütze nicht mehr so hoch, wie sie sein sollte. Tatsächlich war die Stütze fast einen halben Zentimeter zu tief. Hoppsa, aber jetzt wundert mich natürlich nichts mehr. Das Schlimme ist aber, das die letzte Satteldemontage zwecks Transport im Herbst letzten Jahres erfolgte! Scheiße, das hätte ich eher merken müssen. So lange mache ich nämlich schon mit dieser Hüftgeschichte rum. Peinlich, peinlich. Das viele Fixiefahren hat da meine Sinne wohl entschärft.

Die letzten beiden Ausfahrten Samstag und Sonntag offenbarten mir ganz neue (eigentlich alte) Antriebsmomente. Und auch hinterher fühlt sich die Hüfte ganz anders an. Man merkt, dass sie sich noch etwas beruhigen muss, aber insgesamt scheint mir das der richtige Weg zu sein, denn aufgrund des erweiterten Kontraktionsweges habe ich wieder Muskelkater. :-D

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Das muss das Boot abkönnen

Sonntag 9. Mai 2010 von hansi.bierdo

Den halben Tag überlegt, ob ich fahren soll oder nicht. Das wäre immerhin der dritte Trainingstag hintereinander und mit den Schmerzen in der Hüfte muss man es ja nicht übertreiben.

Als ich mich dann doch noch zu einer lockerern Runde entschloss, schien die Sonne und das Regenradar sah prima aus. Als ich dann aus unserer Strasse rausfuhr, bekam ich bereits die ersten Tropfen ab. Kurz ein “Das wird sicher nicht viel”-Stoßgebet angestimmt und weitergefahren. Die selbsterfüllenden Prophezeiungen sind zur Zeit allerdings nicht so mein Ding, es geht oft gaanz anders als beschlossen. So auch heute, denn 20min später hatte ich soo nasse Füße, das ich quasi Wasser trat…

Im Regen zu fahren macht mir eigentlich nichts aus, außer die nassen Füße und dass meine Schuhe und der Lederschaft meiner Prothese immer Tage brauchen, bis sie wieder ganz trocken sind. Kalt hatte ich nicht, obwohl ich eigentlich kurzärmelig unterwegs war, denn die Salbe auf den Armen tat ihren Dienst. ;-)

Nach endlosen Minuten im echt derben Platzregen kam endlich das Industriegebiet, wo man sich unterstellen kann. Dort standen schon einige Leute,  Sonntagsradfahrer mit Kindern. Die grinsten mich schon beim Einfahren so kommunikativ an, da wollte ich nicht bleiben. Also nur kurz unter Beobachtung die Regenjacke ausgerollt und angezogen, mein FdJ-Käppi passend zum Trikot unter den Helm gefummelt und sofort weiter. Ich liebe diese Blicke, die einem die ganze Bandbreite zwischen cool und verrückt entgegenwerfen. Meist sind es die Frauen, die cool meinen und die Herren die verrückt anstimmen, die Kinder dagegen sind einfach nur begeistert.  :-)

Tja, der Tag enthielt weitere 2h Regenfahrt ohne größere Vorkommnisse, außer das ich unverhofft einen alten Teammate (auf’m MTB - Pfui!) getroffen und kurz geplaudert habe. Schön das auch unser Gartenschlauch wieder draußen hängt, so musste das Rad zwar immer noch nass, aber wenigstens sauber in den Keller. Und unter der Dusche gewann ich dann die Gewissheit: du hast zuviel Salbe benutzt, wenn es unter der Dusche dann erstmal so richtig heiss wird. ;-)

Ach ja, meine Hüfte scheint besser zu werden. Heute waren die üblichen Beschwerden nach 90min schon wesentlich weniger, als noch in den letzten zwei Tagen.  *thumbs up*

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Regenintervalle

Samstag 1. Mai 2010 von hansi.bierdo

Der Tag fing doll an. Entgegen aller Vorhersagen schien die Sonne, als ich nach knappen 6 Stunden Schlaf von unseren griechischen Nachbarn geweckt wurde, die gegen 08:30 begonnen, südländisch fröhlich laut ihre neuen Gartenmöbel zusammenzuschrauben. Hurra…

Ich kann dem Tag nicht ohne eine gescheite Tasse Kaffee in die Augen schauen, aber “Vor den Erfolg haben die Goetter den Schweiss gesetzt”. Die Jura brauchte heute latürnich nen Fullservice: “Wasser füllen”, “Bohnenbehälter leer”, “Trester leeren” und will dann auch noch entkalkt werden (jo, was’n noch ?!) . Wenigstens ist das selbstgebackene Dinkelvollkornbrot gut geworden. Zur Stimmungsaufbesserung hab ich dann gleich mal drei Scheiben mit Erdnussbutter und Nutella verdrückt und dazu lecker café au lait getrunken. ;)

Weil es dann ja eigentlich hätte losgehen können, kam prompt der erste Regenguss, zwar nur kurz und knackig, aber hinterher war alles doll nass. Der Himmel hätte farblich sehr gut in eine Giger-Zeichnung gepasst und das wollte sich trotz diverser angekündigter Trockenschneisen im Regenradar nicht mehr ändern. Nach mehreren Stunden ziel- und selbstloser  Surferei musste ich dann notgedrungen zwischen zwei Güssen los, um meine Intervalle zu fahren. Den Zieleinlauf in Frankfurt würde ich nicht mehr live mitkriegen, aber das war jetzt zweitrangig.

Zwei Stunden standen auf dem Plan an: 45min Warmfahren, 3×3min EB mit jeweils 3min Pause, Rest GA1. Stattfinden sollte das auf’m Neckarradweg, weil man dort normalerweise einfach mal 3min. Gas geben kann, ohne von Ampeln, Kreuzungen oder so gestoppt zu werden. Heute jedoch war der erste Mai, und ganz lustige Leute ziehen dann mit alkoholüberladenen Bollerwagen durch die Gegend und stehen alkoholüberladen im Weg rum. Weinselige Spaziergänger, Skater die nicht skaten können, Sonntagsradfahrer, die nicht rechts und nicht links kuckend aus den Weinstuben und Biergärten herausfuhren. Immerhin kam es zu keinem Unfall, ein paar Jungs, die mal eben die Straße blockierten musste ich allerdings ein paar Schimpfworte liegen lassen. ;)

Erstaunlicherweise kam in den Intervallen mein Puls gar nicht so hoch, wie ich ihn gebraucht hätte. Normalerweise ist das eher andersrum, doch so war eigentlich erst das dritte Intervall im oberen Zielbereich. Egal, es war erstaunlich lange trocken, das Fahren machte Spaß und ich hängte noch ein Schleife und ein paar Intervalle dran, was sich als taktischer Fehler herausstellte.

Ohne die Schleife hätte mein Intervalltraining prima in die Ruhephase der Regenintervalle gepaßt, aber so ging dann ungefähr 15km von zu Hause entfernt der Regen los. Hm, soll ich mit einem sinnlosen Einzelzeitfahren mich und mein Training über den Haufen schiessen, oder zieh ich die Regenjacke an und fahre gemütlich heim? Ich entschied mich für Letzteres und brachte nasse Füße, einen nassen Hintern und Lust auf Badewanne mit. Das war dann echt doll!

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bike n cache

Sonntag 18. April 2010 von hansi.bierdo

Nach zwei Wochen geschäftlichen Reisens, wollte ich gestern mein Bike fertigmachen, doch leider hat das Hinterrad auch was abgekriegt (und das war höchstvermutlich das Schaltwerk bzw. dessen Käfig). Den Mordsseitenschlag infolge zweier beschädigter Speichen hab ich doch glatt bei der  Schadensbegutachtung übersehen. Also wiedermal SingleSpeed fahren…

Jetzt ist SSP in Stuttgart nicht gerade der Hammer um längere Touren zu fahren und doch auf wenige Strecken, die im wesentlichen am Neckar entlangführen, beschränkt. Da in Cannstatt Wasen ist, ist diese Richtung am Wochenende mittags bei dem Wetter nicht benutzbar. Also flußabwärts fahren. Damit die Sache dann etwas interessanter wird, habe ich zwei Dinge verknüpft, die beide viel Spaß machen: Biken und Geocaching .

Endlich hab ich also mal angefangen, die ersten Caches in der Umgebung abzugrasen und würde auch fündig. Leider mußte ich Koordinaten Caches auslassen, da unser altes Garmin i-wie unauffindbar ist. Da das aber eh ein ganz altes Modell ist, das relativ lange Satelliten suchen muss, bis es mal eine Position hat, steht jetzt also was Neueres an.

Aber auch ohne Navi kann man Spaß haben. Mit der CacheMap kann man Caches finden, die nicht auf Koordinaten beruhen. Und das Radfahren kam dabei auch nicht zu kurz. Wenn auch nicht sportlich nach Durchschnitten und Höhenmetern jagend, kamen doch gute 5h mit dem SingleSpeed heraus und ein paar hübsche Plätze für potentielle Caches hab ich auch gesehen.  :-)

Zwei Bilder die ich bei meinen Aufenthalte eingesammelt habe, wollte ich euch nicht vorenthalten:

Ein schicker Radständer in Hamburg:

radstaender

und ein schwimmender Fahrradparkplatz in Malmö:

radparkplatz

Sachen gibt’s! :-D

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WP-Ende gut - alles gut?

Sonntag 28. März 2010 von hansi.bierdo

Letzter Tag des Winterpokals, die letzte Ausfahrt des wiedergeborenen Hansinators, glorreich sollte dieser Tag enden: entweder die rote Laterne an den vorneliegenden Teammate abgegeben oder die Tore zu Walhalla weit geöffnet durchschreiten! Gewinnen oder beim Versuch sterben! Doch wieder einmal kam alles ganz anders…

Es fing damit an, das es regnete wie die Sau und wir den Start halbstündig nach hinten rausschoben. Dann 13:30h Telefon: wir starten in ner Viertelstunde!

Schnell umziehen und aufpumpen und… PFFFFTTT! Vorderrad platt. Der Latexschlauch war am Ventil eingerissen. Also war ein schneller Schlauchwechsel angesagt, zum Glück noch im Keller im Trockenen. Gut zwanzig Minuten zu spät warn wir denn endlich am Start (GP 4000S und Fulcrum 5 brauchen eben dicke Daumen).

Dann war erst mal alles prima bis ca. 23km später ein verklemmter Antrieb einen Blick nach unten forcierte: die Kette war aufgegangen! Shimano 10fach Ketten sind einfach der letzte Dreck. Das ist Nummer zwei innerhalb von 3 Jahren. Die KMC zwischendurch hielt viele Kilometer…

kette

Die eingehende Inspektion des mitgeführten Werkzeugs versprach keine große Hilfe, also kurz richten und langsame Heimreise antreten. “Da hinten waren doch Leute beim Keller ausräumen, vielleicht haben die ja eine Zange.”

Doch die Leute waren schon weg, kein Zange in Sicht und eigentlich lief es ja ganz gut.  Also fahren wir weiter bis… ca. 2-3km später ein lautes Krachen ertönte mit erneuter Verklemmung des Antriebs. Der Blick auf Denselben offenbarte nichts Gutes:

ritzel

Das sah schonmal gar nicht gut aus. Eine nähere Betrachtung ergab einen Totalschaden im Antrieb, Weiterfahrt unmöglich! Zum Glück hatte ich mein Telefon mit und Jochens Frau Zeit und Muße um uns aufzufischen. Jochen fuhr dann alleine zurück, dafür gingen wir noch Kuchen holen.

schaltwerkkaefig

Ganz so glorreich endete der Tag also nicht mehr. Ob die magere Punktzahl ausreicht, um die rote Laterne abzugeben, ist noch nicht bekannt. Ob der Rahmen auch noch nach Walhalla einfährt bzw. sein Leben als Singlespeed weiterführen muss, ist auch noch nicht bekannt. Falls jemand weiß, wo Quantec Schaltaugen lieferbar sind, bitte hier einen Kommentar hinterlassen!

Jetzt muss ich wohl erstmal wieder Fixie fahren…

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Fixed driven

Sonntag 14. März 2010 von hansi.bierdo

Spannend ist diese Fixie Fahrerei, sehr puristisch aber IMHO nix für Grobmotoriker. Schon das Einklicken in drehende Pedale ist durchaus ein erhöher Schwierigkeitsgrad. Und auch sonst ist i-wie alles anders, selbst einfachste Situationen wie Bürgersteig hochziehen. Normalerweise nehm ich immer kurz vorher den Tritt raus,  dann den Schokoladenfuß nach vorne, peil die Bordsteinkante an um dann zeitgleich mit beherztem Reintreten  den Lenker hochzuziehen. Beim Fixie muss man halt mit der Fußstellung leben, die gerade reinläuft. Auch Kurvenfahren mit voll drehenden Pedalen kostet erstmal ein bißchen Überwindung. Aber nach ein paar Fahrten ist alles im grünen Bereich.

Änderungen der Topografie meldet das Fixie noch direkter zurück als ein normales Fahrrad. Je nach Übersetzung wird ein Hügel/Berg zur Mann-gegen-Mann-Situation und glücklicherweise musste ich trotz der Kessellage hier in Stuttgart bislang noch nicht schieben. Allerdings dürfte ich einen persönlichen Rekord der niedrigsten Trittfrequenz aufgestellt haben (Zuschauer hätten vielleicht Stehversuche vermutet?). Bergrunter gab es dann, nach exponentiellem Anstieg derselben, neue Rekorde in der maximalen TF.

Was definitiv geschult wird, ist auch die Vermeidung von Tretpausen. Man ist immer, immer, immer am kurbeln.  Summasummarum dürfte das eigentlich ein prima Beintraining abgeben. Vielleicht erfahren wir in den nächsten Wochen mehr dazu?!

Eins ist dann aber auch noch unerwartet anders, nämlich nach zwei Wochen Fixfahren auf ein normales Rennrad umzusteigen. Die ersten Tritte hatten nicht nur einen richtig spürbaren Totpunkt, mehr noch  blieb die Kurbel nahezu stehen und das Weitertreten war sehr ungewohnt. Die Benutzung des Freilaufs hat sich eine zeitlang auch mal echt komisch angefühlt. ;-)

Und falls ich jemals wieder auf Schaltung zurückrüsten wollte, hätte ich ganz in der Nähe einen Laden, wo es das japanische Angelzubehör gibt.

Angelrolle nachrüsten?

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Fixed - und fertig!

Sonntag 7. März 2010 von hansi.bierdo

Schon länger beobachte ich die Fixie-Szene und obwohl ich wirklich gar nix mit diesem old-school-vintage-retro-track-fixed-messenger-singlespeed-Gehabe anfangen kann, fand ich die Räder und die Antriebsart i-wie geil und wollte das auch mal probieren.  Letztes Jahr wollte ich dann schon mal eins aufbauen, jedoch kam ein Meniskusriss dazwischen. Anschließend  waren es dann Überlegungen, ob das fixed fahren überhaupt noch gesund für das gebeutelte Knie wäre?!  Aber nach dem ewigen hin und her mit dem Knie beschloß ich dann: arschlecken pfeif drauf, schlimmer kann es ja nicht mehr werden und reaktivierte meinen stählernen Franzosen, der seit fast 30 Jahren in meinem Besitz ist.

Seit einer Woche ist nun mein Fixie am Start. Eigentlich als SingleSpeed-Auf-die-Arbeit-Fahr-Rad geplant,  hab ich  ein anderes Hinterrad mit einem Starrritzel ausgestattet, natürlich nur zu Probierzwecken! Das  Freilauf Hinterrad war dann genau einmal zur Probe drin, ansonsten nur der Starrgang. Das Rad ist jetzt “fixed und fertig”! :-)

Hier der “neue” Hobel:

Das Stählerne reloadedDas Stählerne in gross

Für die Technikfreaks noch ein paar Worte zu dem Rädchen:

Der Rahmen ist ein billiger französischer Stählerner, den ich 1983 neu für 180DM gekauft habe. Über das Geröhr weiß ich nix, aber es dürften keine Wasserrohre sein, der Rahmen ist für Grösse 63 recht leicht. Das Fixie wiegt ohne irgendeinen Leichtbau unter 9kg.  Die Shimano 600AX Bremsen besitze ich ebenfalls seit Mitte der 80er.  Die Laufräder waren ursprünglich Maillard Naben mit Mavic Felgen, das Hinterrad hat aber mal eine neue Felge (Ambrosio) bekommen. Als Singlespeed LRS war eigentlich ein bei ebay gekaufter Shimano 600 mit Mavic Felgen angedacht, der als SSP aber nur einmal gefahren wurde. Das Maillard Hinterrad und das 600er Vorderrad ist hier jetzt drin. Der ITM Vorbau stammt von damals, der Modolo Bügel samt Dura-Ace Griffen ist aber moderner und auch von ebay. Das war notwendig, da das Rad einmal als Dauerleihgabe von dem Leiher auf flachen Lenker umgebaut wurde und die Originalteile (Cinelli Lenker, 600AX Griffe) nicht mehr vorhanden sind. Die Kurbel ist eine 105er, die ich vor 3 Jahren mal als Komplettgruppe bei Ebay gekauft hatte, und die auch zwei Sommer an dem Rad dran war. Damals wurde auch der Rahmen abgeschliffen und neu gelackt. Die Übersetzung ist 42×19 fixed und 42×18 SSP. Pedale sind derzeit Shimano SPD dran, ich hab aber auch noch die orginalen SR Sakae Japan SP-150 hier liegen. Sind schon neu gefettet, bräuchten aber noch anständige Haken und Riemen. Einen anderen Sattel brauch’ ich noch, der Velo Modell “trockenes Brötchen” ist nix für meinen Hintern.

Und neue halfcranks muss ich mir auch wieder machen lassen, mit einem Rädchen mehr… :-)

a crank and a half

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Eine Schwalbe

Sonntag 28. Februar 2010 von hansi.bierdo

macht zwar noch keinen Sommer, aber die Wahrscheinlichkeit dafür steigt! :)

Gestern konnte ich meine zweite Rennradausfahrt für dieses Jahr ziemlich schmerzfrei zurücklegen. Und das kam so:

Meine Frau bekam von einer alten Bekannten den Tipp, wegen meiner  orthopädisch unmotivierten Gelenk-, Muskel- und Sehnenbeschwerden doch einmal auf Übersäuerung hin zu testen. Ich solle einfach mal ein bis zwei Teelöffel Natron in 1l Wasser auflösen und das relativ zügig trinken. Werden die Gelenk- und Muskel/Sehnenschmerzen davon weniger, sollte man weitermachen. Es könne dabei auch ein kurzfristiges Brennen in den betroffenen Stellen ausgelöst werden.

Gesagt, getan, und siehe da, es wurde tatsächlich besser. Gebrannt hat es auch immer wieder mal  ganz doll. Ich begann meine Ernährungsgewohnheiten zu untersuchen und mich via Internet schlau zu machen, wovon ich die Finger lassen sollte und was zu dem Entsäuern positiv beiträgt. Mittlerweile nehme ich Bullrichs Vital Tabletten statt Natron, weil diese mehrere Mineralien enthalten, werde aber auf ein Basenpulver auf Citronatbasis umsteigen. Eine Entsäuerung ist scheinbar eine eher längerfristige Maßnahme, analog der Versäuerung, die man sich über einen langen Zeitraum zugefügt hat.

Aber tendentiell werden die Beschwerden seit zwei Wochen immer weniger, was nach Monaten der Qual wirklich eine grosse Erleichterung ist. Ich kann wieder nahezu schmerzfrei sitzen, liegen und schlafen (!), gehen und radfahren. Herrlich!

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