a crank and a half

ein cycling4fans blog von Hansi.Bierdo

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Szenen einer Sonntagsrunde

Montag 20. September 2010 von hansi.bierdo

Es gibt so Tage, da kann man sich einfach nicht richtig auf das konzentrieren, was man gerade am machen ist. So auch bei meiner heutigen Runde geschehen. Obwohl ich natürlich wieder ernsthaft am trainieren war ;-) , schossen mir ständig Gedanken durch den Kopf, auf die ich keine Antworten gefunden habe und die mich jetzt noch beschäftigen. Solche soll man ja aufschreiben, damit sie aus dem Kopf draußen sind, was ich hiermit tue.

Los ging’s, als mir eine Horde Mountainbiker entgegenkam. Warum zum Geier haben die immer Rücksäcke dabei, als wollten sie nen Alpencross machen? Was ist da drin? Bei 15°, Sonne und keinem Wölkchen am Himmel reichen mir ungefähr 1,5-2 Trikottaschen, und dann hab ich schon einiges zu Essen und nen Fotoapparat dabei! Ist das anders, wenn man MTB fährt?!

Kurz drauf stellte ich leider fest, dass der Wind gedreht hatte, was Gegen- statt Rückenwind bedeutete. Heute wollte ich eigentlich ja superclever fahren und exakt diese Drehung mit ausnutzen, also auf dem Hin- und Rückweg Rückenwind haben. Warum aber irrt sich die Wettervorhersage immer nur gegen einen? Hab ich jemals erlebt, dass das Wetter viel besser war als angekündigt? Ich dachte ja, wenn der Kachelmann wieder aus dem Knast raus wird’s nochmal besser…

Dann hat mich ein netter Renner aufgefahren, mit dem ich flott ins Gespräch kam. Aber wie so oft, trennten sich unsere Wege recht schnell. Warum sind es immer die Netten, die kurz drauf ganz anders weiterfahren müssen?!?

Kinder und Skater auf Rad/Fußgängerwegen, auch immer so ein Gefahrenpunkt. Scheinbar hört heutzutage jeder Hund besser als all die Felixe, Jakobs, Hannah-Lisas und Maries zusammen und jeder Hundehalter benimmt sich besser als die Eltern der Racker. Und wenn man dann die gestresste Mama mal zum rechts fahren auffordert, muss man sich noch anhören, das man nicht so rasen soll. Wie bitte? Rasen? Noch langsamer und ich wär umgefallen. Hat dieses Prachtexemplar von Muttertier doch mit nur einem Damenrad eine Strasse dicht gemacht, auf der 3 Radfahrer locker nebeneinanderher fahren könnten (wenn sie können). Das schaffen normal nur Inlineskater…

Zwei Stadt- bzw. Dorffeste musste ich auf der geplanten Route umfahren. Ich find das ja total ätzend, so im Gänsemarsch von der Menge getrieben zu werden. Dann entdeckte ich die Formel, um die Dichte eines Volksfestes zu messen, Angabe in Körper pro m², und ich glaube, heute das war eine gute 2-3. Richtig klassisches Geschiebe. *thumbs up*

Großartiger Sport wurde natürlich auch noch geboten: das Duell am Berg. Kurz vor mir bog er zu der 2km langen Steigung ein, die ich als Mittelanstieg ausgewählt hatte. Der sicher 50jährige Fahrer hatte etwa 100m Vorsprung und mühte sich sichtlich auf seinem Stahlrahmen mit Heldenkurbel im Wiegetritt ab. Ich kam langsam näher. Schön im Sitzen an der Schwelle fahren, bloß nicht überpacen, es ist noch ein Stück… Als ich knapp zwei (selbstgezählte) Sekunden hinter ihm war, nahm ich schonmal einen Stöpsel aus dem Ohr, um die Situation besser einschätzen zu können. Quietsch!…Quietsch!…Quietsch! Jede Kurbelumdrehung des Stählernen wurde von einem unglaublich lauten Quietschen untermalt. Nice! Ich zog den Stöpsel sofort wieder an, ein Gespräch hätte da eh wenig Sinn, und lauerte mit 155er Puls weiter hinter ihm. In der Serpentine machte er wegen der besseren Übersetzung wieder etwas Boden gut, doch im nächsten Anstieg verlor er diesen sofort wieder. Ich legte ihn mir so zurecht, dass ich kurz vorm dem Zenit des Anstieg, wo es brutalstmöglich mit 6-8% geradeaus die Wand hochgeht, also ein paar Meter vorm Ortsschild, erst neben ihm und dann vorbei war. Ökonomischer kann man gar nicht fahren, wichtig war nur der Etappensieg, die Zielzeit spielte keine Rolle.

Apropos ökonomisch. Wie fährt man eigentlich einen ökonomischen Wiegetritt? Ich kann das i-wie nicht für länger. Entweder stampfe ich da einen dicken Gang und platze bald oder ich fahre viel zu locker und platze dann runterschaltend irgendwie auch bald. Wie machen das Evans, Nibali und Co., die manchmal minutenlang im Wiegetritt fahren?

Schlußendlich hat der Helm mir heut das Leben gerettet. Ich hab eine dreieinhalbstündige Rennradfahrt ohne einen Kratzer überlebt. Sicher wäre ich ohne Helm tot gewesen und könnte das hier nicht mehr schreiben… ;-)

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Skiken, die Zweite

Mittwoch 11. August 2010 von hansi.bierdo

Mit wunderbar ausgelutschten, total verstellten Leihskikes steh ich auf dem Aldi Parkplatz bei uns um die Ecke. Die Wadenmanschette, Bremsen und die Schuhhalterungen sind recht schnell am Platz und vordere Rolle um ein Loch versetzt, damit die 46er Quadratlatschen dazwischenpassen. Kaum sind die Skikes umgeschnallt, fühlt sich das erste Aufrichten und anschließende Stehen schon wieder ganz komisch an. Beinprothese und Rollen drunter schnallen passt irgendwie nicht so richtig zusammen. Soll ich wirklich? Eigentlich ist das ja nichts für mich. Radfahren kann ich doch gut, warum was Neues anfangen? Wo sind eigentlich meine Handschuhe und mein Helm?

Nachdem ich beides angezogen habe, fallen mir keine weiteren Ausreden mehr ein, also gleite ich mal los. Hintern etwas runter, Knie beugen, Gewicht abwechselnd auf ein Knie verlagern und… Hoppsa, ist das wackelig! Aber Moment mal, da geht ja was! Ich gleite, jedenfalls so halbwegs, es ist nur etwas wackelig und unsymmetrisch.

Trotzdem fällt es mir heute wesentlich leichter als am Samstag und nach 2-3 Bahnen fühle ich mich wieder sicher auf den Dingern. Tatsächlich kann ich die ca. 25m Breite des Platzes ein paar Mal gänzlich ohne Straucheln fahren. Wie war das nochmal, mit dem Bremsen? Hintern runter, dann nach hinten rausstrecken, den Bremspunkt fühlen, das Bein durchstrecken und Gewicht auf den Vorderfuß. Klappt! Ich stehe.

Ich werde mutiger und fahre sogar mal ne Kurve, d.h. ich setze die Skikes abwechselnd um, so wie die Langläufer. Eine andere Möglichkeit gibt es wegen des langen Radstandes nicht. Und das alles ohne Stöcke, denn die sind nicht zum Balancieren, sondern zum Tempo machen! Also benutze ich die auch erst, wenn es sich lohnt. ;-)

Nach einer Dreiviertelstunde bekomme ich die Füße, besonders den linken, fast nicht mehr hoch. Mann, sind diese Dinger schwer an den Füßen. Das Skaten wird dadurch nachlässig und gefährlich. Ein paar Mal komm ich ins Straucheln, falle aber nicht hin. Meine Herren, mir fehlt wirklich die seitliche Hüftmuskulatur so ziemlich komplett.  Hoffentlich kommt die jetzt einigermassen schnell, denn die Dinger werden jetzt gekauft.  Basta. :-)

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Fremdgegangen

Samstag 7. August 2010 von hansi.bierdo

Ich bin Hansi, und ich bin ein Fremdgänger. Und hier kommt nun meine Geschichte:

Heute mittag bin ich meinem kleinen Schwarzen fremdgegangen. Mit etwas jüngerem, noch kleinerem mit doppelt so vielen Rundungen.  Nein, nicht was ihr denkt, keine siamesischen Zwillinge, sondern Skikes. :-)

Ich habe an einem Einsteigerkurs teilgenommen und über 3h mit den Dingern bzw.  hauptsächlich mit meiner Balance gekämpft. Und wieder mußte ich feststellen, das man mit zwei intakten und nicht einseitig traininerten Radfahrerbeinen einfach besser durchs Leben kommt, aber andererseits auch die Regel gilt: “Wo ein Wille, da ein Weg!”. Und so bin ich am Ende stolz drauf, das Gleiten einigermassen gemeistert zu haben und zu wissen, das ich diesen Sport ausüben kann, wenn ich dranbleibe.

Damit bin ich mir noch nicht ganz sicher, da ich jetzt schon weiß, dass für mich der Weg das Ziel sein wird und ich sicherlich dafür viel länger brauchen werde als ein Normalsterblicher. Andererseits habe ich festgestellt, das das ein wirklich perverses Workout ist, so pervers, das nach ein paar Minuten Gleiten mein Puls an der Schwelle klopft. Der Trainer Andreas Ogger hat sicherlich Recht, wenn er sagt, dass mir zwei-dreimal die Woche eine 3/4 Stunde athletisches Skiken als Ausgleichstraining und zur Erhaltung der Fitness über den Winter reichen würde (wenn es diesselbe nicht sogar eher verbessert!). Und wenn in ein paar Wochen die fehlende Hüftmuskulatur da ist, das ganze bestimmt  schon viel besser klappt.

So ein Kurs ist jedem zu empfehlen, der auf Skikes steigen will, denn selbst Inline- oder Langlauferfahrung (die ich nicht hatte, aber andere Teilnehmer) hilft nur ein Stück weit, da die Technik eine andere ist. Viel Wert sind die Übungen für einen stabilen Stand und richtiges Bremsen. Alles andere kann man dann auch alleine weiter üben, mit den Anregungen und Tipps, die man bekommen hat. Andreas ist auch ein supernetter Kerl, was ich schon bei unserem vorhergehenden Emailverkehr gemerkt habe, denn natürlich hab ich erstmal abgeklopft, ob er überhaupt einen Sinn darin sieht, dass ich es probiere.

Ich werd mir jetzt nochmal solche Dinger ausleihen und dann entscheiden, aber gut wars schon und prächtig Spaß hat’s auch gemacht! :-)

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Liegt Stuttgart am Meer?

Sonntag 27. Juni 2010 von hansi.bierdo

Ich frag mich das seit einiger Zeit immer öfter? Wir haben hier seit 2 oder 3 Saisons standardmäßig einen Wind durchs Neckartal, wie am Meer. Echt! Unter 20km/h geht hier scheinbar nichts mehr, und immer aus der falschen Richtung, das nervt! Man ist die ganze Fahrt nur am kämpfen, gegen einen Gegner, der einem ganz langsam, eins nach dem anderen, die Körner aus den Socken zieht und sich trotzdem nüscht auf dem Tacho tut.

Fast 3h war ich heute als Lenkdrache unterwegs, Spaß gemacht hat eigentlich nur die Sonne und der Esel in der Wilhelma auf dem Heimweg, der erst neugierig herankam und sich fotografieren liess und als ich doch nichts für ihn zu essen hatte, abdrehte und schrieh wie am Spiess… Iii-Aaaahh

esel-klein

Ach ja, unterwegs hab ich vermutlich das Laminiereisen entdeckt, das man in Köln auf der Baustelle verentwendet hat. Es wurde möglicherweise über Rhein und Neckar an einen größeren Altmetallhändler in einem kleinen Nachbarort von S verkauft. laminiereisen-klein

Vielleicht verschwinden auch dort die geklauten Räder, die nie wieder auftauchen?

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Ich frage mich im Nachhinein, ob nicht vielleicht sogar der legendäre Nibelungenschatz unter einem dieser Haufen begraben liegen könnte, (f)a(l)ls ihn 1945 die Nazis per Binnenschiffahrt aus dem Land schaffen wollten…

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Doppelt vermasselt

Samstag 5. Juni 2010 von hansi.bierdo

Ein lockeres Einrollen für die morgige Laktatschlacht mit “Ich hab gar nichts mehr drauf”-Jochen (ja,ja, schon klar, ich berichte sobald ich wieder tippen kann) sollte es werden, dann fiel mir ein, das ja Kriterium in Wangen ist. Und hopps, Richtung gedreht und zur Kelter gekurbelt.

Als ich ankam lief gerade das Seniorenrennen. Die Jungs besorgten es sich noch echt ganz gut. Leider hatte ich keinen Foto dabei, war das doch eher eine spontane Aktion. Erstes Mal vermasselt!

Als ich dann auch ein Programm in die Finger bekam, sah ich das das Frauenrennen schon vorbei war und letztes Jahr auch noch Johanna Bock gewonnen hatte,  und da ich dieses hübsche Wesen nirgends ausmachen konnte war mir klar, dass ich es doppelt vermasselt hatte. Mistkram. Ich eigne mich einfach nicht als Chick…

Immerhin hab ich noch meinen ehemaligen sportlichen Leiter getroffen und eine Runde nett geplauscht.

Bemerkenswert auch bei diesem Rennen mal wieder die unglaubliche Materialschlacht, die bei den Amateuren und besonders unter den jüngeren Fahrern herrscht. Während die Senioren gute, aber recht normale Räder fuhren, kann man bei A/B/C/KT anscheinend schon nicht mehr ohne Hochprofilräder fahren, und keine billigen, neenee, Easton, Lighties, Boras, Reynolds and stuff like that. Auch scheint die Arroganz proportional zu den beiden Faktoren mangelnde Rennjahre und Material zu stehen. Während die älteren Fahrer meist ganz nett sind, sind die Jungen offensichtlich schon solche “Stars”, dass man auch prima die Streckenposten anpöbeln kann, wenn man drauf aufmerksam gemacht wird, dass da hinten das Feld kommt, und man deshalb bitte nicht die Strasse überqueren soll. LOL

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Allgemeine Schutzverletzung

Montag 24. Mai 2010 von hansi.bierdo

im Modul Sattelstütze.exe ;-)

Peinlich, peinlich, aber Selbsterkenntnis ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung: Wie es ausschaut, sind meine Knie- und Hüftproblemchen nach dem Radeln hausgemacht.

Am Freitag entdeckte ich das mir bis dato unbemerkte Dilemma. Wobei, so ganz unbemerkt war es natürlich nicht gewesen. Schon öfters hatte ich in mich selbst hineingehört, hinterfragt, ob sich die Kraftübertragung nicht etwas komisch anfühlt?! Ich war dann gedanklich bei den neuen Cleats gelandet, die aber erst nach Anzeichnen der alten Position drankamen, sprich genauso montiert waren wie immer. Trotzdem, das anfängliche Gefühl verdichtete sich zu der Erkenntnis: es gab hier einen Fehler im System, der behoben werden sollte. Also sollte ich doch alles mal überprüfen.

Gleich das erste relevante Maß war falsch: die Sattelhöhe. Die Klemmschraube der Sattelstütze war nicht so fest, wie sie sein sollte, und demzufolge die Sattelstütze nicht mehr so hoch, wie sie sein sollte. Tatsächlich war die Stütze fast einen halben Zentimeter zu tief. Hoppsa, aber jetzt wundert mich natürlich nichts mehr. Das Schlimme ist aber, das die letzte Satteldemontage zwecks Transport im Herbst letzten Jahres erfolgte! Scheiße, das hätte ich eher merken müssen. So lange mache ich nämlich schon mit dieser Hüftgeschichte rum. Peinlich, peinlich. Das viele Fixiefahren hat da meine Sinne wohl entschärft.

Die letzten beiden Ausfahrten Samstag und Sonntag offenbarten mir ganz neue (eigentlich alte) Antriebsmomente. Und auch hinterher fühlt sich die Hüfte ganz anders an. Man merkt, dass sie sich noch etwas beruhigen muss, aber insgesamt scheint mir das der richtige Weg zu sein, denn aufgrund des erweiterten Kontraktionsweges habe ich wieder Muskelkater. :-D

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Das muss das Boot abkönnen

Sonntag 9. Mai 2010 von hansi.bierdo

Den halben Tag überlegt, ob ich fahren soll oder nicht. Das wäre immerhin der dritte Trainingstag hintereinander und mit den Schmerzen in der Hüfte muss man es ja nicht übertreiben.

Als ich mich dann doch noch zu einer lockerern Runde entschloss, schien die Sonne und das Regenradar sah prima aus. Als ich dann aus unserer Strasse rausfuhr, bekam ich bereits die ersten Tropfen ab. Kurz ein “Das wird sicher nicht viel”-Stoßgebet angestimmt und weitergefahren. Die selbsterfüllenden Prophezeiungen sind zur Zeit allerdings nicht so mein Ding, es geht oft gaanz anders als beschlossen. So auch heute, denn 20min später hatte ich soo nasse Füße, das ich quasi Wasser trat…

Im Regen zu fahren macht mir eigentlich nichts aus, außer die nassen Füße und dass meine Schuhe und der Lederschaft meiner Prothese immer Tage brauchen, bis sie wieder ganz trocken sind. Kalt hatte ich nicht, obwohl ich eigentlich kurzärmelig unterwegs war, denn die Salbe auf den Armen tat ihren Dienst. ;-)

Nach endlosen Minuten im echt derben Platzregen kam endlich das Industriegebiet, wo man sich unterstellen kann. Dort standen schon einige Leute,  Sonntagsradfahrer mit Kindern. Die grinsten mich schon beim Einfahren so kommunikativ an, da wollte ich nicht bleiben. Also nur kurz unter Beobachtung die Regenjacke ausgerollt und angezogen, mein FdJ-Käppi passend zum Trikot unter den Helm gefummelt und sofort weiter. Ich liebe diese Blicke, die einem die ganze Bandbreite zwischen cool und verrückt entgegenwerfen. Meist sind es die Frauen, die cool meinen und die Herren die verrückt anstimmen, die Kinder dagegen sind einfach nur begeistert.  :-)

Tja, der Tag enthielt weitere 2h Regenfahrt ohne größere Vorkommnisse, außer das ich unverhofft einen alten Teammate (auf’m MTB - Pfui!) getroffen und kurz geplaudert habe. Schön das auch unser Gartenschlauch wieder draußen hängt, so musste das Rad zwar immer noch nass, aber wenigstens sauber in den Keller. Und unter der Dusche gewann ich dann die Gewissheit: du hast zuviel Salbe benutzt, wenn es unter der Dusche dann erstmal so richtig heiss wird. ;-)

Ach ja, meine Hüfte scheint besser zu werden. Heute waren die üblichen Beschwerden nach 90min schon wesentlich weniger, als noch in den letzten zwei Tagen.  *thumbs up*

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Regenintervalle

Samstag 1. Mai 2010 von hansi.bierdo

Der Tag fing doll an. Entgegen aller Vorhersagen schien die Sonne, als ich nach knappen 6 Stunden Schlaf von unseren griechischen Nachbarn geweckt wurde, die gegen 08:30 begonnen, südländisch fröhlich laut ihre neuen Gartenmöbel zusammenzuschrauben. Hurra…

Ich kann dem Tag nicht ohne eine gescheite Tasse Kaffee in die Augen schauen, aber “Vor den Erfolg haben die Goetter den Schweiss gesetzt”. Die Jura brauchte heute latürnich nen Fullservice: “Wasser füllen”, “Bohnenbehälter leer”, “Trester leeren” und will dann auch noch entkalkt werden (jo, was’n noch ?!) . Wenigstens ist das selbstgebackene Dinkelvollkornbrot gut geworden. Zur Stimmungsaufbesserung hab ich dann gleich mal drei Scheiben mit Erdnussbutter und Nutella verdrückt und dazu lecker café au lait getrunken. ;)

Weil es dann ja eigentlich hätte losgehen können, kam prompt der erste Regenguss, zwar nur kurz und knackig, aber hinterher war alles doll nass. Der Himmel hätte farblich sehr gut in eine Giger-Zeichnung gepasst und das wollte sich trotz diverser angekündigter Trockenschneisen im Regenradar nicht mehr ändern. Nach mehreren Stunden ziel- und selbstloser  Surferei musste ich dann notgedrungen zwischen zwei Güssen los, um meine Intervalle zu fahren. Den Zieleinlauf in Frankfurt würde ich nicht mehr live mitkriegen, aber das war jetzt zweitrangig.

Zwei Stunden standen auf dem Plan an: 45min Warmfahren, 3×3min EB mit jeweils 3min Pause, Rest GA1. Stattfinden sollte das auf’m Neckarradweg, weil man dort normalerweise einfach mal 3min. Gas geben kann, ohne von Ampeln, Kreuzungen oder so gestoppt zu werden. Heute jedoch war der erste Mai, und ganz lustige Leute ziehen dann mit alkoholüberladenen Bollerwagen durch die Gegend und stehen alkoholüberladen im Weg rum. Weinselige Spaziergänger, Skater die nicht skaten können, Sonntagsradfahrer, die nicht rechts und nicht links kuckend aus den Weinstuben und Biergärten herausfuhren. Immerhin kam es zu keinem Unfall, ein paar Jungs, die mal eben die Straße blockierten musste ich allerdings ein paar Schimpfworte liegen lassen. ;)

Erstaunlicherweise kam in den Intervallen mein Puls gar nicht so hoch, wie ich ihn gebraucht hätte. Normalerweise ist das eher andersrum, doch so war eigentlich erst das dritte Intervall im oberen Zielbereich. Egal, es war erstaunlich lange trocken, das Fahren machte Spaß und ich hängte noch ein Schleife und ein paar Intervalle dran, was sich als taktischer Fehler herausstellte.

Ohne die Schleife hätte mein Intervalltraining prima in die Ruhephase der Regenintervalle gepaßt, aber so ging dann ungefähr 15km von zu Hause entfernt der Regen los. Hm, soll ich mit einem sinnlosen Einzelzeitfahren mich und mein Training über den Haufen schiessen, oder zieh ich die Regenjacke an und fahre gemütlich heim? Ich entschied mich für Letzteres und brachte nasse Füße, einen nassen Hintern und Lust auf Badewanne mit. Das war dann echt doll!

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bike n cache

Sonntag 18. April 2010 von hansi.bierdo

Nach zwei Wochen geschäftlichen Reisens, wollte ich gestern mein Bike fertigmachen, doch leider hat das Hinterrad auch was abgekriegt (und das war höchstvermutlich das Schaltwerk bzw. dessen Käfig). Den Mordsseitenschlag infolge zweier beschädigter Speichen hab ich doch glatt bei der  Schadensbegutachtung übersehen. Also wiedermal SingleSpeed fahren…

Jetzt ist SSP in Stuttgart nicht gerade der Hammer um längere Touren zu fahren und doch auf wenige Strecken, die im wesentlichen am Neckar entlangführen, beschränkt. Da in Cannstatt Wasen ist, ist diese Richtung am Wochenende mittags bei dem Wetter nicht benutzbar. Also flußabwärts fahren. Damit die Sache dann etwas interessanter wird, habe ich zwei Dinge verknüpft, die beide viel Spaß machen: Biken und Geocaching .

Endlich hab ich also mal angefangen, die ersten Caches in der Umgebung abzugrasen und würde auch fündig. Leider mußte ich Koordinaten Caches auslassen, da unser altes Garmin i-wie unauffindbar ist. Da das aber eh ein ganz altes Modell ist, das relativ lange Satelliten suchen muss, bis es mal eine Position hat, steht jetzt also was Neueres an.

Aber auch ohne Navi kann man Spaß haben. Mit der CacheMap kann man Caches finden, die nicht auf Koordinaten beruhen. Und das Radfahren kam dabei auch nicht zu kurz. Wenn auch nicht sportlich nach Durchschnitten und Höhenmetern jagend, kamen doch gute 5h mit dem SingleSpeed heraus und ein paar hübsche Plätze für potentielle Caches hab ich auch gesehen.  :-)

Zwei Bilder die ich bei meinen Aufenthalte eingesammelt habe, wollte ich euch nicht vorenthalten:

Ein schicker Radständer in Hamburg:

radstaender

und ein schwimmender Fahrradparkplatz in Malmö:

radparkplatz

Sachen gibt’s! :-D

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WP-Ende gut - alles gut?

Sonntag 28. März 2010 von hansi.bierdo

Letzter Tag des Winterpokals, die letzte Ausfahrt des wiedergeborenen Hansinators, glorreich sollte dieser Tag enden: entweder die rote Laterne an den vorneliegenden Teammate abgegeben oder die Tore zu Walhalla weit geöffnet durchschreiten! Gewinnen oder beim Versuch sterben! Doch wieder einmal kam alles ganz anders…

Es fing damit an, das es regnete wie die Sau und wir den Start halbstündig nach hinten rausschoben. Dann 13:30h Telefon: wir starten in ner Viertelstunde!

Schnell umziehen und aufpumpen und… PFFFFTTT! Vorderrad platt. Der Latexschlauch war am Ventil eingerissen. Also war ein schneller Schlauchwechsel angesagt, zum Glück noch im Keller im Trockenen. Gut zwanzig Minuten zu spät warn wir denn endlich am Start (GP 4000S und Fulcrum 5 brauchen eben dicke Daumen).

Dann war erst mal alles prima bis ca. 23km später ein verklemmter Antrieb einen Blick nach unten forcierte: die Kette war aufgegangen! Shimano 10fach Ketten sind einfach der letzte Dreck. Das ist Nummer zwei innerhalb von 3 Jahren. Die KMC zwischendurch hielt viele Kilometer…

kette

Die eingehende Inspektion des mitgeführten Werkzeugs versprach keine große Hilfe, also kurz richten und langsame Heimreise antreten. “Da hinten waren doch Leute beim Keller ausräumen, vielleicht haben die ja eine Zange.”

Doch die Leute waren schon weg, kein Zange in Sicht und eigentlich lief es ja ganz gut.  Also fahren wir weiter bis… ca. 2-3km später ein lautes Krachen ertönte mit erneuter Verklemmung des Antriebs. Der Blick auf Denselben offenbarte nichts Gutes:

ritzel

Das sah schonmal gar nicht gut aus. Eine nähere Betrachtung ergab einen Totalschaden im Antrieb, Weiterfahrt unmöglich! Zum Glück hatte ich mein Telefon mit und Jochens Frau Zeit und Muße um uns aufzufischen. Jochen fuhr dann alleine zurück, dafür gingen wir noch Kuchen holen.

schaltwerkkaefig

Ganz so glorreich endete der Tag also nicht mehr. Ob die magere Punktzahl ausreicht, um die rote Laterne abzugeben, ist noch nicht bekannt. Ob der Rahmen auch noch nach Walhalla einfährt bzw. sein Leben als Singlespeed weiterführen muss, ist auch noch nicht bekannt. Falls jemand weiß, wo Quantec Schaltaugen lieferbar sind, bitte hier einen Kommentar hinterlassen!

Jetzt muss ich wohl erstmal wieder Fixie fahren…

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