a crank and a half

ein cycling4fans blog von Hansi.Bierdo

Archiv für die 'Heutige Radtour' Kategorie

Liegt Stuttgart am Meer?

Sonntag 27. Juni 2010 von hansi.bierdo

Ich frag mich das seit einiger Zeit immer öfter? Wir haben hier seit 2 oder 3 Saisons standardmäßig einen Wind durchs Neckartal, wie am Meer. Echt! Unter 20km/h geht hier scheinbar nichts mehr, und immer aus der falschen Richtung, das nervt! Man ist die ganze Fahrt nur am kämpfen, gegen einen Gegner, der einem ganz langsam, eins nach dem anderen, die Körner aus den Socken zieht und sich trotzdem nüscht auf dem Tacho tut.

Fast 3h war ich heute als Lenkdrache unterwegs, Spaß gemacht hat eigentlich nur die Sonne und der Esel in der Wilhelma auf dem Heimweg, der erst neugierig herankam und sich fotografieren liess und als ich doch nichts für ihn zu essen hatte, abdrehte und schrieh wie am Spiess… Iii-Aaaahh

esel-klein

Ach ja, unterwegs hab ich vermutlich das Laminiereisen entdeckt, das man in Köln auf der Baustelle verentwendet hat. Es wurde möglicherweise über Rhein und Neckar an einen größeren Altmetallhändler in einem kleinen Nachbarort von S verkauft. laminiereisen-klein

Vielleicht verschwinden auch dort die geklauten Räder, die nie wieder auftauchen?

bikes-klein

Ich frage mich im Nachhinein, ob nicht vielleicht sogar der legendäre Nibelungenschatz unter einem dieser Haufen begraben liegen könnte, (f)a(l)ls ihn 1945 die Nazis per Binnenschiffahrt aus dem Land schaffen wollten…

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Allgemeine Schutzverletzung

Montag 24. Mai 2010 von hansi.bierdo

im Modul Sattelstütze.exe ;-)

Peinlich, peinlich, aber Selbsterkenntnis ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung: Wie es ausschaut, sind meine Knie- und Hüftproblemchen nach dem Radeln hausgemacht.

Am Freitag entdeckte ich das mir bis dato unbemerkte Dilemma. Wobei, so ganz unbemerkt war es natürlich nicht gewesen. Schon öfters hatte ich in mich selbst hineingehört, hinterfragt, ob sich die Kraftübertragung nicht etwas komisch anfühlt?! Ich war dann gedanklich bei den neuen Cleats gelandet, die aber erst nach Anzeichnen der alten Position drankamen, sprich genauso montiert waren wie immer. Trotzdem, das anfängliche Gefühl verdichtete sich zu der Erkenntnis: es gab hier einen Fehler im System, der behoben werden sollte. Also sollte ich doch alles mal überprüfen.

Gleich das erste relevante Maß war falsch: die Sattelhöhe. Die Klemmschraube der Sattelstütze war nicht so fest, wie sie sein sollte, und demzufolge die Sattelstütze nicht mehr so hoch, wie sie sein sollte. Tatsächlich war die Stütze fast einen halben Zentimeter zu tief. Hoppsa, aber jetzt wundert mich natürlich nichts mehr. Das Schlimme ist aber, das die letzte Satteldemontage zwecks Transport im Herbst letzten Jahres erfolgte! Scheiße, das hätte ich eher merken müssen. So lange mache ich nämlich schon mit dieser Hüftgeschichte rum. Peinlich, peinlich. Das viele Fixiefahren hat da meine Sinne wohl entschärft.

Die letzten beiden Ausfahrten Samstag und Sonntag offenbarten mir ganz neue (eigentlich alte) Antriebsmomente. Und auch hinterher fühlt sich die Hüfte ganz anders an. Man merkt, dass sie sich noch etwas beruhigen muss, aber insgesamt scheint mir das der richtige Weg zu sein, denn aufgrund des erweiterten Kontraktionsweges habe ich wieder Muskelkater. :-D

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Das muss das Boot abkönnen

Sonntag 9. Mai 2010 von hansi.bierdo

Den halben Tag überlegt, ob ich fahren soll oder nicht. Das wäre immerhin der dritte Trainingstag hintereinander und mit den Schmerzen in der Hüfte muss man es ja nicht übertreiben.

Als ich mich dann doch noch zu einer lockerern Runde entschloss, schien die Sonne und das Regenradar sah prima aus. Als ich dann aus unserer Strasse rausfuhr, bekam ich bereits die ersten Tropfen ab. Kurz ein “Das wird sicher nicht viel”-Stoßgebet angestimmt und weitergefahren. Die selbsterfüllenden Prophezeiungen sind zur Zeit allerdings nicht so mein Ding, es geht oft gaanz anders als beschlossen. So auch heute, denn 20min später hatte ich soo nasse Füße, das ich quasi Wasser trat…

Im Regen zu fahren macht mir eigentlich nichts aus, außer die nassen Füße und dass meine Schuhe und der Lederschaft meiner Prothese immer Tage brauchen, bis sie wieder ganz trocken sind. Kalt hatte ich nicht, obwohl ich eigentlich kurzärmelig unterwegs war, denn die Salbe auf den Armen tat ihren Dienst. ;-)

Nach endlosen Minuten im echt derben Platzregen kam endlich das Industriegebiet, wo man sich unterstellen kann. Dort standen schon einige Leute,  Sonntagsradfahrer mit Kindern. Die grinsten mich schon beim Einfahren so kommunikativ an, da wollte ich nicht bleiben. Also nur kurz unter Beobachtung die Regenjacke ausgerollt und angezogen, mein FdJ-Käppi passend zum Trikot unter den Helm gefummelt und sofort weiter. Ich liebe diese Blicke, die einem die ganze Bandbreite zwischen cool und verrückt entgegenwerfen. Meist sind es die Frauen, die cool meinen und die Herren die verrückt anstimmen, die Kinder dagegen sind einfach nur begeistert.  :-)

Tja, der Tag enthielt weitere 2h Regenfahrt ohne größere Vorkommnisse, außer das ich unverhofft einen alten Teammate (auf’m MTB - Pfui!) getroffen und kurz geplaudert habe. Schön das auch unser Gartenschlauch wieder draußen hängt, so musste das Rad zwar immer noch nass, aber wenigstens sauber in den Keller. Und unter der Dusche gewann ich dann die Gewissheit: du hast zuviel Salbe benutzt, wenn es unter der Dusche dann erstmal so richtig heiss wird. ;-)

Ach ja, meine Hüfte scheint besser zu werden. Heute waren die üblichen Beschwerden nach 90min schon wesentlich weniger, als noch in den letzten zwei Tagen.  *thumbs up*

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Regenintervalle

Samstag 1. Mai 2010 von hansi.bierdo

Der Tag fing doll an. Entgegen aller Vorhersagen schien die Sonne, als ich nach knappen 6 Stunden Schlaf von unseren griechischen Nachbarn geweckt wurde, die gegen 08:30 begonnen, südländisch fröhlich laut ihre neuen Gartenmöbel zusammenzuschrauben. Hurra…

Ich kann dem Tag nicht ohne eine gescheite Tasse Kaffee in die Augen schauen, aber “Vor den Erfolg haben die Goetter den Schweiss gesetzt”. Die Jura brauchte heute latürnich nen Fullservice: “Wasser füllen”, “Bohnenbehälter leer”, “Trester leeren” und will dann auch noch entkalkt werden (jo, was’n noch ?!) . Wenigstens ist das selbstgebackene Dinkelvollkornbrot gut geworden. Zur Stimmungsaufbesserung hab ich dann gleich mal drei Scheiben mit Erdnussbutter und Nutella verdrückt und dazu lecker café au lait getrunken. ;)

Weil es dann ja eigentlich hätte losgehen können, kam prompt der erste Regenguss, zwar nur kurz und knackig, aber hinterher war alles doll nass. Der Himmel hätte farblich sehr gut in eine Giger-Zeichnung gepasst und das wollte sich trotz diverser angekündigter Trockenschneisen im Regenradar nicht mehr ändern. Nach mehreren Stunden ziel- und selbstloser  Surferei musste ich dann notgedrungen zwischen zwei Güssen los, um meine Intervalle zu fahren. Den Zieleinlauf in Frankfurt würde ich nicht mehr live mitkriegen, aber das war jetzt zweitrangig.

Zwei Stunden standen auf dem Plan an: 45min Warmfahren, 3×3min EB mit jeweils 3min Pause, Rest GA1. Stattfinden sollte das auf’m Neckarradweg, weil man dort normalerweise einfach mal 3min. Gas geben kann, ohne von Ampeln, Kreuzungen oder so gestoppt zu werden. Heute jedoch war der erste Mai, und ganz lustige Leute ziehen dann mit alkoholüberladenen Bollerwagen durch die Gegend und stehen alkoholüberladen im Weg rum. Weinselige Spaziergänger, Skater die nicht skaten können, Sonntagsradfahrer, die nicht rechts und nicht links kuckend aus den Weinstuben und Biergärten herausfuhren. Immerhin kam es zu keinem Unfall, ein paar Jungs, die mal eben die Straße blockierten musste ich allerdings ein paar Schimpfworte liegen lassen. ;)

Erstaunlicherweise kam in den Intervallen mein Puls gar nicht so hoch, wie ich ihn gebraucht hätte. Normalerweise ist das eher andersrum, doch so war eigentlich erst das dritte Intervall im oberen Zielbereich. Egal, es war erstaunlich lange trocken, das Fahren machte Spaß und ich hängte noch ein Schleife und ein paar Intervalle dran, was sich als taktischer Fehler herausstellte.

Ohne die Schleife hätte mein Intervalltraining prima in die Ruhephase der Regenintervalle gepaßt, aber so ging dann ungefähr 15km von zu Hause entfernt der Regen los. Hm, soll ich mit einem sinnlosen Einzelzeitfahren mich und mein Training über den Haufen schiessen, oder zieh ich die Regenjacke an und fahre gemütlich heim? Ich entschied mich für Letzteres und brachte nasse Füße, einen nassen Hintern und Lust auf Badewanne mit. Das war dann echt doll!

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bike n cache

Sonntag 18. April 2010 von hansi.bierdo

Nach zwei Wochen geschäftlichen Reisens, wollte ich gestern mein Bike fertigmachen, doch leider hat das Hinterrad auch was abgekriegt (und das war höchstvermutlich das Schaltwerk bzw. dessen Käfig). Den Mordsseitenschlag infolge zweier beschädigter Speichen hab ich doch glatt bei der  Schadensbegutachtung übersehen. Also wiedermal SingleSpeed fahren…

Jetzt ist SSP in Stuttgart nicht gerade der Hammer um längere Touren zu fahren und doch auf wenige Strecken, die im wesentlichen am Neckar entlangführen, beschränkt. Da in Cannstatt Wasen ist, ist diese Richtung am Wochenende mittags bei dem Wetter nicht benutzbar. Also flußabwärts fahren. Damit die Sache dann etwas interessanter wird, habe ich zwei Dinge verknüpft, die beide viel Spaß machen: Biken und Geocaching .

Endlich hab ich also mal angefangen, die ersten Caches in der Umgebung abzugrasen und würde auch fündig. Leider mußte ich Koordinaten Caches auslassen, da unser altes Garmin i-wie unauffindbar ist. Da das aber eh ein ganz altes Modell ist, das relativ lange Satelliten suchen muss, bis es mal eine Position hat, steht jetzt also was Neueres an.

Aber auch ohne Navi kann man Spaß haben. Mit der CacheMap kann man Caches finden, die nicht auf Koordinaten beruhen. Und das Radfahren kam dabei auch nicht zu kurz. Wenn auch nicht sportlich nach Durchschnitten und Höhenmetern jagend, kamen doch gute 5h mit dem SingleSpeed heraus und ein paar hübsche Plätze für potentielle Caches hab ich auch gesehen.  :-)

Zwei Bilder die ich bei meinen Aufenthalte eingesammelt habe, wollte ich euch nicht vorenthalten:

Ein schicker Radständer in Hamburg:

radstaender

und ein schwimmender Fahrradparkplatz in Malmö:

radparkplatz

Sachen gibt’s! :-D

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WP-Ende gut - alles gut?

Sonntag 28. März 2010 von hansi.bierdo

Letzter Tag des Winterpokals, die letzte Ausfahrt des wiedergeborenen Hansinators, glorreich sollte dieser Tag enden: entweder die rote Laterne an den vorneliegenden Teammate abgegeben oder die Tore zu Walhalla weit geöffnet durchschreiten! Gewinnen oder beim Versuch sterben! Doch wieder einmal kam alles ganz anders…

Es fing damit an, das es regnete wie die Sau und wir den Start halbstündig nach hinten rausschoben. Dann 13:30h Telefon: wir starten in ner Viertelstunde!

Schnell umziehen und aufpumpen und… PFFFFTTT! Vorderrad platt. Der Latexschlauch war am Ventil eingerissen. Also war ein schneller Schlauchwechsel angesagt, zum Glück noch im Keller im Trockenen. Gut zwanzig Minuten zu spät warn wir denn endlich am Start (GP 4000S und Fulcrum 5 brauchen eben dicke Daumen).

Dann war erst mal alles prima bis ca. 23km später ein verklemmter Antrieb einen Blick nach unten forcierte: die Kette war aufgegangen! Shimano 10fach Ketten sind einfach der letzte Dreck. Das ist Nummer zwei innerhalb von 3 Jahren. Die KMC zwischendurch hielt viele Kilometer…

kette

Die eingehende Inspektion des mitgeführten Werkzeugs versprach keine große Hilfe, also kurz richten und langsame Heimreise antreten. “Da hinten waren doch Leute beim Keller ausräumen, vielleicht haben die ja eine Zange.”

Doch die Leute waren schon weg, kein Zange in Sicht und eigentlich lief es ja ganz gut.  Also fahren wir weiter bis… ca. 2-3km später ein lautes Krachen ertönte mit erneuter Verklemmung des Antriebs. Der Blick auf Denselben offenbarte nichts Gutes:

ritzel

Das sah schonmal gar nicht gut aus. Eine nähere Betrachtung ergab einen Totalschaden im Antrieb, Weiterfahrt unmöglich! Zum Glück hatte ich mein Telefon mit und Jochens Frau Zeit und Muße um uns aufzufischen. Jochen fuhr dann alleine zurück, dafür gingen wir noch Kuchen holen.

schaltwerkkaefig

Ganz so glorreich endete der Tag also nicht mehr. Ob die magere Punktzahl ausreicht, um die rote Laterne abzugeben, ist noch nicht bekannt. Ob der Rahmen auch noch nach Walhalla einfährt bzw. sein Leben als Singlespeed weiterführen muss, ist auch noch nicht bekannt. Falls jemand weiß, wo Quantec Schaltaugen lieferbar sind, bitte hier einen Kommentar hinterlassen!

Jetzt muss ich wohl erstmal wieder Fixie fahren…

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Eine Schwalbe

Sonntag 28. Februar 2010 von hansi.bierdo

macht zwar noch keinen Sommer, aber die Wahrscheinlichkeit dafür steigt! :)

Gestern konnte ich meine zweite Rennradausfahrt für dieses Jahr ziemlich schmerzfrei zurücklegen. Und das kam so:

Meine Frau bekam von einer alten Bekannten den Tipp, wegen meiner  orthopädisch unmotivierten Gelenk-, Muskel- und Sehnenbeschwerden doch einmal auf Übersäuerung hin zu testen. Ich solle einfach mal ein bis zwei Teelöffel Natron in 1l Wasser auflösen und das relativ zügig trinken. Werden die Gelenk- und Muskel/Sehnenschmerzen davon weniger, sollte man weitermachen. Es könne dabei auch ein kurzfristiges Brennen in den betroffenen Stellen ausgelöst werden.

Gesagt, getan, und siehe da, es wurde tatsächlich besser. Gebrannt hat es auch immer wieder mal  ganz doll. Ich begann meine Ernährungsgewohnheiten zu untersuchen und mich via Internet schlau zu machen, wovon ich die Finger lassen sollte und was zu dem Entsäuern positiv beiträgt. Mittlerweile nehme ich Bullrichs Vital Tabletten statt Natron, weil diese mehrere Mineralien enthalten, werde aber auf ein Basenpulver auf Citronatbasis umsteigen. Eine Entsäuerung ist scheinbar eine eher längerfristige Maßnahme, analog der Versäuerung, die man sich über einen langen Zeitraum zugefügt hat.

Aber tendentiell werden die Beschwerden seit zwei Wochen immer weniger, was nach Monaten der Qual wirklich eine grosse Erleichterung ist. Ich kann wieder nahezu schmerzfrei sitzen, liegen und schlafen (!), gehen und radfahren. Herrlich!

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Hansi.Chickdo

Samstag 3. Oktober 2009 von hansi.bierdo

Heut war ja der 03. Oktober und daher fand der mittlerweile traditionelle Charity Bike Cup statt. Also brach ich mein Versprechen der Oktoberradfahrpause und machte mich auf den Weg ins schwäbische Örtchen Heimerdingen. Leider hatte ich vorher noch so viel zu tun rumgetrödelt, dass ich nur mit dem Hauptfeld ins Ziel kam, und dann auch noch von der anderen Seite…

Hehe, nicht was ihr denkt, ich bin doch nicht mitgefahren. Dafür habe ich auch gar nicht das korrekte Material, wie ich feststellen musste. Unter 800€ Laufrädern geht da ja mal gar nix, aber dafür sind dann anscheinend sogar “Leichtgewichte” mit 12-27er Kassette und Kompaktkurbel renntauglich, das würde dann ja sogar bei mir passen. Vermutlich lag das aber an den Gelpacks, die der Besitzer außen am Oberschenkel in der Hose stecken hatte. Auch gut, dafür warn dann die Trikottaschen nicht so voll.

Vom Rennen selber hatte ich also nicht so viel gesehen, dafür stand La Hanka im Ziel neben mir und ich dürfte auf ungefähr 1.000 Fotos mit dem C4F Trikot drauf sein. Nur ich Depp habe immer noch keine trikotkonforme Knipse, und deshalb auch kein Chick Bild von Hanka und mir.  Mistkram.

Naja, es gibt Schlimmeres und immerhin konnte ich in der Oktoberpause knapp 50km mit über 500hm hinter mich bringen. Ach ja, kalt war’s i-wie mit 16°, der niemals endende Sommer ist jetzt mal so richtig vorbei…

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Kette rechts mit Martin

Sonntag 13. September 2009 von hansi.bierdo

Zitat Martin:  “Je nach Wetter würde ich am Sonntag eine lockere, wirklich lockere Ausfahrt machen wollen.”

Soviel erstmal zum Plan A. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. ;-)

Es ging damit los, dass ich (wie immer) zu spät in die Puschen kam, doch diesmal im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich wollte ein paar Einlagen ausprobieren, die ich doch noch irgendwo rumliegen hatte. Nur wo…?

Als ich dann endlich auf dem Rad saß, hiess es Gas geben im Gegenwind und ich kam tatsächlich nicht allzuspät bei Martin an. Wir fackelten gar nicht lange rum, sondern fuhren gleich los. Martin sah mich noch etwas komisch an, als ich von Gegenwind faselte, das legte sich dann aber gleich darauf mit der nächsten, seiner ersten Windböe. :-)

Heute war so ein Tag, an dem man immer minutenweise falsch angezogen war. Prinzipiell war es sonnig, sie war nur meist hinter den Wolken (da wo sie eigentlich immer scheint) und es blies ein ordentlicher Wind. Kam die Sonne dann mal heraus, war es direkt zu warm in den schwarzen Sachen. Würde man aber irgendetwas ausziehen, wäre es Minuten später wieder zu kalt. Also lieber schwitzen als frieren und mit langen Armen und 3/4 unterwegs.

Wir fuhren die wohlbekannte Enz-Runde, die mit knapp 85km und 650 Höhenmeter aufwartetet, immer wieder mit schnell fahrbaren Teilabschnitten durchzogen. Aber das schönste an der Runde ist dass sie bei mir beginnt, wenn ich zu Martin fahre und wir auf dem Rückweg bei mir vorbeikommen, von wo er dann nach Hause fährt, meistens unterstützt von einem Franzi Hefeweizen alkoholfrei.

Wir hatten uns erstmal viel zu erzählen und so legten wir nicht so übertrieben los, damit wir noch Luft zum quasseln hatten. Das legte sich dann, als wir den ansteigenden Teil der Runde hinter uns hatten und die nette Abfahrt mit dem schnellen Asphalt kam. Im Grunde genommen wurden wir immer schneller und das gipfelte in  Plan B: unnötige, herrliche Attacken auf dem recht überfüllten Neckarradweg.

Erst schlich sich ein Treckingradfahrer in unseren Windschatten, als wir eine größere Gruppe mit Packtaschenrädern überholte. Als ich uns wieder einmal Platz machen lassen wollte, mangels Klingel mit meinem bewährten, freundlichen, vokal vorgetragenen “DingDong”, schien der Lutscher eine gewisse Gruppenzugehörigkeit demonstrieren zu wollen und klingelte. In dem Moment beschloss ich an dem kommenden Anstieg das Tempo  stehen zu lassen. Ich wußte, dass Martin einfach mitgehen würde und als es frei wurde ging ich aus dem Sattel und beschleunigte. Martin klebte an mir und kurz hintendran der Trecker. Als es dem Ende der Steigung und auch meiner Puste zuging, spottete Martin das, zog nach vorne und beschleunigte noch weiter. Wir nahmen die Kuppe mit etwa 10km/h mehr als üblich, immer noch auf die Enddreissig zusteuernd. Der Abstand wurde größer und der Trecker platzte dann auch weg. Martin dachte, das Klingeln  hätte uns gegolten und das sowas ja wohl nicht sein kann. ;-)

Als nächstes versuchte ein Jüngling mit Stahlrenner an uns dran zu blieben. Wir zogen wieder von dannen, machten dann aber auch mal wieder langsamer und am “Horizont” tauchte unser Verfolger wieder auf. Ich meldete “Feind in Sicht” und sofort ging es wieder nach vorne als gäbe es etwas zu gewinnen. Ich weiß gar nicht, ob uns heute überhaupt jemand überholt hat, und das alles bei dem Wind.

Ja, genau, der Wind, der drehende Hund. Schwenkte kurz mal von SüdSüd-West nach SüdSüd-Ost, natürlich ziemlich genau in dem Moment, wo wir auch mal was davon gehabt hätten. Manchmal wär man als Windsurfer wirklich besser dran…

Alles in allem war es wieder einmal eine gelungene Veranstaltung, die Einlagen machten sich gut, da muss ich mir wohl mal was richtiges verschreiben lassen. Leider ist heute nachmittag aber noch mein linker STI gestorben. Er schaltet nicht mehr runter. Da werd’ ich wohl Ersatz brauchen und herausfinden wie kulant H&S Bikediscount ist. Oder sollte ich eingeschworener Nipponfan vielleicht doch mal zum angedachten Öschi-Rahmen geografisch korrekt mit einem italienischen Pferdemensch fremdgehen

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Auf den Kachelmann gehört…

Mittwoch 2. September 2009 von hansi.bierdo

…und wieder einmal klatschnass geworden! :-(

Viele von uns kennen und benutzen es, das tolle Meteomedia Messnetz, mit seinen örtlichen Vorhersagen. Zu diesen Menschen gehöre ich auch, sogar mit einer gewissen Zufriedenheit. Allerdings kommt es auch immer wieder mal vor, dass die Vorhersagen total daneben liegen. So erinnere ich mich noch an den letzten Sommer, wo örtlich, leichte Schauer angemeldet waren und ich soo nass wurde, dass Handschuhe und Schuhe 3 Tage zum völligen Trocknen brauchten!

So ähnlich war das auch heute. Hier war der vorerst letzte Sommertag angesagt, mit ab etwa 20:00 leichter Wolkendecke und etwas Wind. Kein Problem, um 19:00 sass ich ja schon längst auf dem Rad. Was dann wirklich gegen acht passierte, waren Sturmböen und dazu ein Regen, das alles zu spät war.

meteomedia

Hätte der Meister dieses Bild heute mittag schon drin gehabt, wäre ich sicherlich gar nicht mehr losgefahren. Sowohl Wind als auch Niederschlagsmenge waren heute Mittag allerdings noch in einem vernünftigen Rahmen. Sicher, es war spürbar böig zum Feierabend, als ich die Firma verliess, aber so schlimm war es hier schon länger nicht mehr!

Der Gegenwind hat mir auf der Rückfahrt fast die Hose hochgekrempelt und weil ich die Regenjacke nicht angezogen habe, bin ich wieder einmal klatschnass geworden. Aber ich bin ja selber schuld und auch pervers, i-wie, denn ich find’s auch noch gut. ;-)

Ich ziehe Resümee und ertappe mich dabei, nun schon zum dritten Mal hintereinander die Regenjacke in einem richtigen Regen nicht angezogen zu haben, sondern es wiedereinmal zu geniessen, so richtig nass zu werden. Ich habe dafür keine Worte oder Erklärungen, aber i-wie ist es ehrlich, real, ein notwendiges Leiden, etwas worin sich meine Lebendigkeit manifestiert oder so. Ich denke, ihr wißt was ich meine. Und so ziemlich alle Leute, die irgendwo unterstehen, schauen dem lonesome Rider hinterher, der einsam da draußen im Sturm seine Bahnen zieht und den Naturgewalten trotzt. Cool.

Und genau das isses dann auch irgendwann: kalt! Patschnass, Temps im Keller und Wind ohne Ende. Ich war dann froh, gegen 20:30 zuhause anzukommen und in was Trockenes reinschlüpfen zu können. Dehnen, Duschen, Essen und ein Radler, die Welt ist wieder in Ordnung. Jetzt muss nur noch der Kachelmann mit seinen Prognosen wieder Unrecht haben und die Sonne doch zurückkommen!

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