Morgens um viertel vor neun…
Sonntag 19. Juli 2009 von hansi.bierdo
…ist die Welt eigentlich noch gar nicht in Ordnung, besonders nicht an einem Sonntag. Aber ich Dödel musste mich ja zum gepflegten Radeln verabreden, und die anderen beiden Herren sind eben Frühnaturen.
Ich also tapfer nach ungefähr 6h Schlaf um halb acht aufgestanden, mit schrecklichen Kopfschmerzen lustlos in meinem Müsli rumgestochert und irgendwie tatsächlich um 08:50 aufgesessen, Jochen abgeholt und ab zum Treffpunkt. Diese Beine da unten schienen allerdings nicht meine zu sein, zummindest fühlten die sich nicht so an. Das “Bergantesten” von Freitag steckte mir noch in den Beinen. Oder vielleicht lag das einfach an den 15°, die sich trotz Sonne nicht warm anfühlen wollten. Egal, 13km und 150hm später waren wir bei Martin und donnerten zusammen los.
Dann war eh’ keine Zeit mehr für Gedanken an Kälte, Kopfweh, Lustlosigkeit oder sonstirgendwas. Da die Beiden der “Kette rechts”-Fraktion angehören, war das Tempo von Anfang an hoch und das sollte erstmal auch so bleiben. Dafür war ich zwar gar nicht in der Verfassung, aber da muss man durch. Und tatsächlich, nach einer Stunde, als der direkte Gegenwind vorbei war, fing das an Spass zu machen. Ich ging auch immer öfter selber in die Führung und zog ordentlich am Horn. Wir kreiselten dann belgisch und kachelten stellenweise mit einer 4 vorne auf den leeren Strassen an der Enz in Richtung Neckar. Irgendwann machte es Superspass und dann auf einmal Päng! - nichts geht mehr - rien ne va plus - Sprit alle. Ich hab mir sofort selber Windschatten, Banane, Riegel und Getränk verordnet und kam um die schwarzen Flecken herum. Es wurde erstmal etwas ruhiger, bis die Kalorien sich gesetzt hatten und schließlich ging es etwas gemächlicher weiter wie vorher. Mit 86km, ~500hm und einem 27er Schnitt kamen wir dann bei Jochen an und bekamen Kaffee aus dem Vollautomaten und leckeres Gebäck dazu. Da war die Welt dann wieder in Ordnung!
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