a crank and a half

ein cycling4fans blog von Hansi.Bierdo

Archiv für die 'Training' Kategorie

Ernsthafter Radsport

Sonntag 16. Januar 2011 von hansi.bierdo

Wieso kauft so ein Mensch sich ein Fahrrad? Es ist wohl dasselbe wie früher mit den Pferden und den Gewehren: um hinterher Heldengeschichten, Lügengeschichten zu erzählen.

Benjamin Heinrichs in: Alle Macht den rädern

In diesem Sinne wurde heute mit einem echten Radsportevent die zweitausendölfer Saison eingeläutet. Nix Grundlagenschleichen, nix Rollenlangweilen, gleich bei der ersten “Draußeneinheit” wurde eine ehrliche Standortbestimmung mit renntypischen Situationen auf der Straße abgefackelt, 150min ernsthafter Radsport in den Stuttgarter Asphalt gebrannt. Der Player war durchgeladen mit den AlltimeMetalfaves dieses Lebens und es gab großartigen Sport zu bestaunen:

Herzhafte Attacken aus dem Nichts, kräftezehrendes Gebolze am Anstieg, sinnlose Sprints, sogar dort wo noch nicht einmal Ortsschilder standen, immer wieder unterbrochen von unmotivierten Zeitfahreinlagen. Einfach herrlich! :)

Die Simulationen deckten geringfügige Schwachstellen des Athleten auf (Hintern, Nacken), dafür konnten die eigentlichen Fitnessparameter sowie die Fahrleistungen für die Jahreszeit überzeugen.

Fazit: Ich bin mit meinem Einstieg in 2000ölf zufrieden. Radfahren verlernt man tatsächlich nicht. Hätte ich jetzt gestern meine Schaltung ein- statt verstellt, nachdem ich ein schmaleres Tretlager eingebaut habe, hätte es sicher nochmal etwas mehr Spaß gemacht. Da muss ich nochmal ran, denn unterwegs hab ich es nur verschlimmbessert…

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cold am col

Montag 11. Oktober 2010 von hansi.bierdo

Sonntagmorgen im Spätzlesland, strahlend blauer Himmel, der Start zu einer besonderen Expedition:

Nachdem ich ja die letzten Wochen ja wieder mal schmerzfrei trainieren konnte, wollte ich zum Saisonende meine Form testen, den gecancelten Besuch der 09er TdF-Etappe nachholen und meinem Rad zum dritten Geburtstag mal etwas anderes bieten, als die üblichen schwäbischen Geländeblasen. Also wurde das Dreijährige und viel Zubehör ins Auto geladen, Martin samt Rad und ebenfalls viel Zubehör nachgeladen, und in die Vogesen aufgebrochen, wo uns laut Vorhersage Sonnenschein bei “11-14°Grad, gefühlt wie 12-13° Grad” erwarten sollte. Hurra.

Dank den Superbaustellen auf der A5 kamen wir gut eine Stunde später als geplant in Munster an. Im Ort erwartete uns ein bedeckter Himmel bei ungefähr “11-14°Grad, gefühlt wie 12-13°”. “Naja, die Sonne wird bestimmt noch durchkommen.”

Wir zogen uns im Industriegebiet am Auto um: 3/4 Hose, langes Unterhemd, kurzes Trikot, Armlinge drüber, “Brauchen wir Windstopper drunter? Nä, so schlimm wird es wohl nicht werden, ich nehm nur die Jacke zum Abfahren mit.”

Und so ging es hinauf auf den Col de la Schlucht, der Einstieg zu unserer Vogesenrunde. Jaja, es gibt dollere Berge dort, aber ICH sollte ja auch hochkommen, und die knapp 20km mit durchschnittlichen 4,4% machten mir schon Sorgen genug, bin ich doch in diesem Leben noch keinen so langen Anstieg gefahren, wo auch!? Außerdem soll diese Anfahrt laut quaeldich.de landschaftlich reizvoll sein und war eigentlich schon für 2009 geplant, als Heinrich Haussler seine glorreiche 197km Flucht im strömenden Regen mit einem Etappensieg krönte. Wegen des gemeldeten Unwetters waren wir damals nicht dort.

Der Einstieg fiel mir ohne richtiges Warmfahren echt schwer. Ich tue mich leichter, wenn ich schon einmal ordentlich belastet und davon wieder erholt habe. Die lieben Franzosen hatten zum Glück im Kilometerabstand Schilder aufgestellt, die einem immer genau mitteilen, was alles noch kommen würde. Nach ungefähr 3km, hatte ich dann schon keine Gänge mehr übrig, die Skepsis wich der Gewißheit, dass das hart werden würde.

Zum Glück ging es danach weniger steil weiter, und ich kam in einen funktionierenden Rythmus. Es lief dann echt prächtig, bis ans (noch) 2km Schild. Ab dort mußte ich anfangen zu kämpfen. Der Hintern tat weh, die Beine fühlten sich wie in Laktat eingewickelt an und wollten so langsam oben ankommen. Vor allem wurde es kalt, neblig und feucht. Die letzten paar Höhenmeter erklommen wir bei einer Sichtweite von unter 100m und oben auf dem Pass waren es dolle 6° mit ungefähr 50m Sicht. Wir beschlossen keine weiteren 40km Kilometer auf dieser Höhe weiterzufahren, hatten wir doch auch keine Beleuchtung dabei, und fuhren nach den obligatorischen “Passbildern” und Jacke anziehen schnurstracks wieder hinunter.

In der Abfahrt wurden wir dann auch noch von einem Reisebus samt anhängender Autoschlange ausgebremst, die bei dem starken Gegenverkehr nicht überholt werden konnte. Allerdings war es im Windschatten eines PKW auch nicht ganz so kalt, was meine kurz behandschuhten Finger freute. Unten angekommen, luden wir ein, zündeten gleich die Sitzheizung, fanden kurz drauf ein Café und wärmten uns von innen.

Nach weiteren Baustellen-/Unfall-/Autobrand-Staueinlagen kamen wir irgendwann wieder nachhause und ließen den Tag bei SchniPoSa und Weizenbier ausklingen. Fazit: es war zwar eine ganz schön weite Anfahrt, für die paar Kilometer in den Vogesen, aber es hat sich trotzdem irgendwie gelohnt. Immerhin bin ich meinen ersten kleinen Pass sauber hochgefahren! ;-)

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Skiken, die Zweite

Mittwoch 11. August 2010 von hansi.bierdo

Mit wunderbar ausgelutschten, total verstellten Leihskikes steh ich auf dem Aldi Parkplatz bei uns um die Ecke. Die Wadenmanschette, Bremsen und die Schuhhalterungen sind recht schnell am Platz und vordere Rolle um ein Loch versetzt, damit die 46er Quadratlatschen dazwischenpassen. Kaum sind die Skikes umgeschnallt, fühlt sich das erste Aufrichten und anschließende Stehen schon wieder ganz komisch an. Beinprothese und Rollen drunter schnallen passt irgendwie nicht so richtig zusammen. Soll ich wirklich? Eigentlich ist das ja nichts für mich. Radfahren kann ich doch gut, warum was Neues anfangen? Wo sind eigentlich meine Handschuhe und mein Helm?

Nachdem ich beides angezogen habe, fallen mir keine weiteren Ausreden mehr ein, also gleite ich mal los. Hintern etwas runter, Knie beugen, Gewicht abwechselnd auf ein Knie verlagern und… Hoppsa, ist das wackelig! Aber Moment mal, da geht ja was! Ich gleite, jedenfalls so halbwegs, es ist nur etwas wackelig und unsymmetrisch.

Trotzdem fällt es mir heute wesentlich leichter als am Samstag und nach 2-3 Bahnen fühle ich mich wieder sicher auf den Dingern. Tatsächlich kann ich die ca. 25m Breite des Platzes ein paar Mal gänzlich ohne Straucheln fahren. Wie war das nochmal, mit dem Bremsen? Hintern runter, dann nach hinten rausstrecken, den Bremspunkt fühlen, das Bein durchstrecken und Gewicht auf den Vorderfuß. Klappt! Ich stehe.

Ich werde mutiger und fahre sogar mal ne Kurve, d.h. ich setze die Skikes abwechselnd um, so wie die Langläufer. Eine andere Möglichkeit gibt es wegen des langen Radstandes nicht. Und das alles ohne Stöcke, denn die sind nicht zum Balancieren, sondern zum Tempo machen! Also benutze ich die auch erst, wenn es sich lohnt. ;-)

Nach einer Dreiviertelstunde bekomme ich die Füße, besonders den linken, fast nicht mehr hoch. Mann, sind diese Dinger schwer an den Füßen. Das Skaten wird dadurch nachlässig und gefährlich. Ein paar Mal komm ich ins Straucheln, falle aber nicht hin. Meine Herren, mir fehlt wirklich die seitliche Hüftmuskulatur so ziemlich komplett.  Hoffentlich kommt die jetzt einigermassen schnell, denn die Dinger werden jetzt gekauft.  Basta. :-)

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Fremdgegangen

Samstag 7. August 2010 von hansi.bierdo

Ich bin Hansi, und ich bin ein Fremdgänger. Und hier kommt nun meine Geschichte:

Heute mittag bin ich meinem kleinen Schwarzen fremdgegangen. Mit etwas jüngerem, noch kleinerem mit doppelt so vielen Rundungen.  Nein, nicht was ihr denkt, keine siamesischen Zwillinge, sondern Skikes. :-)

Ich habe an einem Einsteigerkurs teilgenommen und über 3h mit den Dingern bzw.  hauptsächlich mit meiner Balance gekämpft. Und wieder mußte ich feststellen, das man mit zwei intakten und nicht einseitig traininerten Radfahrerbeinen einfach besser durchs Leben kommt, aber andererseits auch die Regel gilt: “Wo ein Wille, da ein Weg!”. Und so bin ich am Ende stolz drauf, das Gleiten einigermassen gemeistert zu haben und zu wissen, das ich diesen Sport ausüben kann, wenn ich dranbleibe.

Damit bin ich mir noch nicht ganz sicher, da ich jetzt schon weiß, dass für mich der Weg das Ziel sein wird und ich sicherlich dafür viel länger brauchen werde als ein Normalsterblicher. Andererseits habe ich festgestellt, das das ein wirklich perverses Workout ist, so pervers, das nach ein paar Minuten Gleiten mein Puls an der Schwelle klopft. Der Trainer Andreas Ogger hat sicherlich Recht, wenn er sagt, dass mir zwei-dreimal die Woche eine 3/4 Stunde athletisches Skiken als Ausgleichstraining und zur Erhaltung der Fitness über den Winter reichen würde (wenn es diesselbe nicht sogar eher verbessert!). Und wenn in ein paar Wochen die fehlende Hüftmuskulatur da ist, das ganze bestimmt  schon viel besser klappt.

So ein Kurs ist jedem zu empfehlen, der auf Skikes steigen will, denn selbst Inline- oder Langlauferfahrung (die ich nicht hatte, aber andere Teilnehmer) hilft nur ein Stück weit, da die Technik eine andere ist. Viel Wert sind die Übungen für einen stabilen Stand und richtiges Bremsen. Alles andere kann man dann auch alleine weiter üben, mit den Anregungen und Tipps, die man bekommen hat. Andreas ist auch ein supernetter Kerl, was ich schon bei unserem vorhergehenden Emailverkehr gemerkt habe, denn natürlich hab ich erstmal abgeklopft, ob er überhaupt einen Sinn darin sieht, dass ich es probiere.

Ich werd mir jetzt nochmal solche Dinger ausleihen und dann entscheiden, aber gut wars schon und prächtig Spaß hat’s auch gemacht! :-)

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Regenintervalle

Samstag 1. Mai 2010 von hansi.bierdo

Der Tag fing doll an. Entgegen aller Vorhersagen schien die Sonne, als ich nach knappen 6 Stunden Schlaf von unseren griechischen Nachbarn geweckt wurde, die gegen 08:30 begonnen, südländisch fröhlich laut ihre neuen Gartenmöbel zusammenzuschrauben. Hurra…

Ich kann dem Tag nicht ohne eine gescheite Tasse Kaffee in die Augen schauen, aber “Vor den Erfolg haben die Goetter den Schweiss gesetzt”. Die Jura brauchte heute latürnich nen Fullservice: “Wasser füllen”, “Bohnenbehälter leer”, “Trester leeren” und will dann auch noch entkalkt werden (jo, was’n noch ?!) . Wenigstens ist das selbstgebackene Dinkelvollkornbrot gut geworden. Zur Stimmungsaufbesserung hab ich dann gleich mal drei Scheiben mit Erdnussbutter und Nutella verdrückt und dazu lecker café au lait getrunken. ;)

Weil es dann ja eigentlich hätte losgehen können, kam prompt der erste Regenguss, zwar nur kurz und knackig, aber hinterher war alles doll nass. Der Himmel hätte farblich sehr gut in eine Giger-Zeichnung gepasst und das wollte sich trotz diverser angekündigter Trockenschneisen im Regenradar nicht mehr ändern. Nach mehreren Stunden ziel- und selbstloser  Surferei musste ich dann notgedrungen zwischen zwei Güssen los, um meine Intervalle zu fahren. Den Zieleinlauf in Frankfurt würde ich nicht mehr live mitkriegen, aber das war jetzt zweitrangig.

Zwei Stunden standen auf dem Plan an: 45min Warmfahren, 3×3min EB mit jeweils 3min Pause, Rest GA1. Stattfinden sollte das auf’m Neckarradweg, weil man dort normalerweise einfach mal 3min. Gas geben kann, ohne von Ampeln, Kreuzungen oder so gestoppt zu werden. Heute jedoch war der erste Mai, und ganz lustige Leute ziehen dann mit alkoholüberladenen Bollerwagen durch die Gegend und stehen alkoholüberladen im Weg rum. Weinselige Spaziergänger, Skater die nicht skaten können, Sonntagsradfahrer, die nicht rechts und nicht links kuckend aus den Weinstuben und Biergärten herausfuhren. Immerhin kam es zu keinem Unfall, ein paar Jungs, die mal eben die Straße blockierten musste ich allerdings ein paar Schimpfworte liegen lassen. ;)

Erstaunlicherweise kam in den Intervallen mein Puls gar nicht so hoch, wie ich ihn gebraucht hätte. Normalerweise ist das eher andersrum, doch so war eigentlich erst das dritte Intervall im oberen Zielbereich. Egal, es war erstaunlich lange trocken, das Fahren machte Spaß und ich hängte noch ein Schleife und ein paar Intervalle dran, was sich als taktischer Fehler herausstellte.

Ohne die Schleife hätte mein Intervalltraining prima in die Ruhephase der Regenintervalle gepaßt, aber so ging dann ungefähr 15km von zu Hause entfernt der Regen los. Hm, soll ich mit einem sinnlosen Einzelzeitfahren mich und mein Training über den Haufen schiessen, oder zieh ich die Regenjacke an und fahre gemütlich heim? Ich entschied mich für Letzteres und brachte nasse Füße, einen nassen Hintern und Lust auf Badewanne mit. Das war dann echt doll!

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Das liebe Knie oder doch die Achse des Bösen?

Dienstag 11. August 2009 von hansi.bierdo

Jetzt bin ich in meiner zweiten Urlaubswoche (von nur zwei!), wollte mich eigentlich im Schwarzwald und den Vogesen locker gemacht haben und am Wochenende in der Handicap Wertung des Schauinslandkönig auftauchen, aber es sollte irgendwie nicht sein.

Einmal bin ich am Anfang des Urlaubs ohne grossartig warmzufahren eine schicke Steigung am Killesberg (8-14%) hochgekämpft und zack! gleich war wieder irgendwas auf der Innenseite des Unterschenkels kurz unterm Knie so beleidigt, dass Radfahren höchstens noch im Wattbereich einer Energiesparlampe funktioniert hätte. Selbst beim Rumliegen tat es noch weh. Arnika Salbe und Voltarenschmerzgel erzielten in den letzten Tage zwar ihre Wirkung, aber noch am Sonntag mußte ich meine erste Ausfahrt nach einer Woche wieder abkürzen, um das Knie zu entlasten. Seit gestern fühlt es sich wieder einigermassen gut an, aber jetzt bin ich dann die nächsten Tage ohne Rad unterwegs, geplante Besuche machen. Ganz tolle Wurst!

Normal sag ich ja immer “es kommen auch wieder bessere Tage”, aber gerade hab ich ein bißchen meine Zweifel ob des Wahrheitsgehaltes. Naja, dieses Jahr werd’ ich einfach ersatzlos streichen, und nächstes Jahr dann wieder ordentliche Vorbereitung und aus dem Windschatten raus vorbei! :D

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Stretching und andere Kleinigkeiten

Donnerstag 23. Juli 2009 von hansi.bierdo

Jawoll, ich gebe es unverblümt zu, schuldig im Sinne der Anklage: ich bin ein uncooler Stretcher geworden.

Die Zeiten, wo ich die Skater belächelte, die in den merkwürdigsten Verrenkungen an ihrem Auto stehen und gequält in die Gegend schauen, sind nun vorbei. Immerhin dehne ich selber nicht auf öffentlichen Plätzen, aber ich muss zugeben, ich glaube es würgt schon! Seit knapp 3 Wochen dehne ich nach jeder Fahrt nach dieser Anleitung. Seitdem habe ich anderntags weniger schwere Beine, weniger Schmerzen und die Beweglichkeit der gestrechten Gliedmaßen hat sich auch schon merklich verbessert!

Ich befürchte, dass alte Säcke wie ich, die jahrelang nur Schreibtischtäter waren und auch heute noch so ihr Geld verdienen, ein Mindestmaß regelmäßiges Stretching brauchen, um normal beweglich zu sein bleiben. Da dieses Programm aber auch nur ein paar Minuten dauert, habe ich überhaupt kein Problem damit und kann jedem, der auch keinen Ausgleichssport zum Radfahren betreibt, nur empfehlen, es wenigstens auch mal zu probieren.

Darüberhinaus habe ich etwas beibehalten, was ich im Winterpokal begann: Eiweißshakes! Seit ich meine Ernährung analysiert habe, weiß ich, dass ich meist zu wenig Eiweiß zu mir nahm. Also schüttel ich seit letzten Herbst nach jedem heftigeren Training einen Eiweißshake ohne Geschmack und Süßstoff zusammen und auch der hilft ungemein. Meine im Training geschundenen Muskeln lieben mich dafür und sind meist schon am nächsten Tag wieder zur hochfrequenten  Kontraktion willig.

Und dann gibt es noch das Wundermittel für die besonders geschlauchten Beine: “Meine Base“. Jetzt dürfen die, die eben beim Eiweiß nur geschmunzelt haben auch gerne laut loslachen, aber… man sollte es mal probiert haben.  Auch hier gilt die alte Regel: Look, don’t listen! Bei Herrn Jentschura gibt es nämlich auch kostenlose Proben zu bestellen. Das Zeuch funzt tatsächlich und neben einer zarten Haut erhält auch man auch eine entspannende Wirkung, die vor allem an den geschundenen Stellen wirkt. Ich dusch dann immer mit Stöpsel, und setzt mich dann noch rein mit “Meine Base”. Super Sache das!

Und die Kombination all dieser Massnahmen ergibt bei mir ein traumhaftes Ergebnis: nämlich  k(aum) einen Muskelkater nach dem Training!  *thumbs up*

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Es geht voran…

Sonntag 5. Juli 2009 von hansi.bierdo

Pünktlich am Freitagnachmittag kam ein mehrstündiges Gewitter auf und ich verschob die geplante Trainingseinheit auf Samstag und fuhr dann schnell noch ein paar Intervalle, bevor das TT versprach interessant zu werden. Einfahren 20min.,  5x 2 min. EB mit je 2 min. Pause, und dann locker ausfahren in Richtung Heimat. Da die Beine sich richtig gut anfühlten, waren die Intervalle entsprechend knackig. Damit war auch gar nichts verkehrt, außer dass ich ja Sonntags auch nochmal fahren wollte, mit Martin “Kette rechts” F., der zwar dreifach montiert hat, sich aber den Umwerfer genaugenommen auch sparen könnte. ;-)

Heute morgen fühlten sich meine Beine aber einigermassen begehbar an, sodass ich kurz vor neun aufbrach und wir pünktlich loskachelten. Zum Glück hatte Martin gestern vorausschauend schonmal 100+km mit 1300hm absolviert, war dementsprechend vorbelastet und zog heute auch nicht soo sehr am Horn. Wir sind eine wirkliche schöne Tour gefahren, die ideal für Zeitfahrtraining wäre, weil recht flach mit sanft und gleichmäßig ansteigenden Hubbeln. Diesmal fuhren wir  mit etwas mehr Zug auf der Kette als bei der Streckenpremiere, obwohl wir permanent am erzählen und lachen waren. Und so waren wir nach insg. 82km mit knappen 500hm trotz einem kleinen, doofen Sturz ohne Konsequenzen, Flaschenauffüllen und Wasserwegtragen und viel Lachen schon nach etwas mehr als 3h beim isotonischen Gartenbier wieder bei uns hinterm Haus.

Mit dem Dehnen, das ich diese Woche angefangen habe, scheint sich auch eine Verbesserung einzustellen. Die verkürzten Muskeln sind offensichtlich schon länger geworden, ich spüre bereits weniger Widerstand beim Dehnen, und sie fühlen sich lockerer, bereitwilliger oder einfach relaxter an. Auch scheinen meine Nacken- und Schulterprobleme nach dem Fahren weniger geworden zu sein. Der Bereich ist auch weniger verspannt.

Dehnen? Find ich gut! *thumbs up!*

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Na also, geht doch! ;-)

Samstag 20. Juni 2009 von hansi.bierdo

Heute gab es eine Veranstaltung des Württembergischen Behinderten Sport Verbandes, auf der für Leichtathletik und Radsport geworben werden sollte. Da dieser Event im knapp 30km entfernten Steinheim stattfand, war es natürlich Pflicht standesgemäß mit dem Renner anzureisen. Ich steckte schonmal Handy und Taxigeld ein, falls ich unterwegs aufgeben müßte, aber es kam alles ganz anders…

Mit gemischten Gefühlen begab ich mich auf die Fahrt, immer mit einem Ohr in mein Knie hineinhorchend. Als ich jedoch mal den Punkt von “warmgefahren” erreicht hatte, lief es wie am Schnürchen, solang ich fleissig kurbelte. Feste drücken wollten die Sehnen lieber mit einem seltsamen “Geknurpsele” in der Kniekehle kommentieren, also lies ich das einfach und drehte mit 95-110 Touren. So waren im Flachen auch Geschwindigkeiten mit ner 3 vorne möglich. An Steigungen war ich dann halt unterirdisch lahm, aber das spielt keine Rolle, denn im Vordergrund stand eindeutig schmerzfrei!

Auf dem Event gab es nichts wirklich Neues, es ist kein Geld für ausreichende Förderung da, und (immerhin) ein Junge interressierte sich für (erstmal Breiten-)Radsport. Die anderen wollten lieber Leichtathletik machen. Einem beidseitig Unterschenkelamputierten haben wir noch das Bahnfahren schmackhaft gemacht, der will zwar lieber Sprinter werden, hat aber jetzt schon Knieprobleme und da ist Radfahren ja wesentlich gesünder als Laufen. Der wäre möglicherweise ein guter Anfahrer für den Mannschaftssprint.

Ein interessantes Gepräch hatte ich mit einem Orthopädie Techniker, der auf Sport Orthopädie spezialisiert ist.  Der ist nämlich der Ansicht, dass ich mit einer speziellen Radfahrprothese eine normale(re) Kurbel fahren könnte. Dann müßte ich zwar den Blognamen ändern, hätte aber sicher mehr Zug auf der Kette. Dem kurzen Hebelarm gehört eben schon Tribut gezollt. Aber sowas muss auch jemand bezahlen, und da ja kein Geld da ist, ist es erstmal nur eine nette Idee…

Anyway, auch mit dem alten Bein bin ich gut heimgekommen und hab heute nach 60km Radfahren erstmals für diese Woche keine Schmerzen im Knie!? Verrückte Welt!

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Verflixt und zugenäht!

Donnerstag 18. Juni 2009 von hansi.bierdo

Wie hab ich mich gefreut! Ein super Sonnentag heute, es war klar, ich würde früher als sonst nach Hause kommen und noch eine Runde drehen können. Aber leider…

…sind nach dem Wochenende meine Sehnen rund um das operierte Knie in Mitleidenschaft gezogen und immer noch nicht vollständig in Ordnung. Interessanterweise scheinen weniger die 220km in 3 Tagen das Problem zu sein, als die doofe Treppe am Montagabend. Seit dem hab ich nämlich die Schmerzen, zwar abnehmend, aber nicht komplett weg. Mein Physio meinte am Mittwoch, während er mir blaues Kinesiotape anlegte, langsamer machen und lieber häufiger, aber kürzer und locker rollen, oder wenigstens einen Tag Pause machen, um die Auswirkungen abzuwarten.

Vielleicht sollte ich doch mal morgens den Bleiarsch aus dem Bett schwingen und 45min. auf der Rolle oder im Park fahren gehen…

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