a crank and a half

ein cycling4fans blog von Hansi.Bierdo

WP-Ende gut - alles gut?

Sonntag 28. März 2010 von hansi.bierdo

Letzter Tag des Winterpokals, die letzte Ausfahrt des wiedergeborenen Hansinators, glorreich sollte dieser Tag enden: entweder die rote Laterne an den vorneliegenden Teammate abgegeben oder die Tore zu Walhalla weit geöffnet durchschreiten! Gewinnen oder beim Versuch sterben! Doch wieder einmal kam alles ganz anders…

Es fing damit an, das es regnete wie die Sau und wir den Start halbstündig nach hinten rausschoben. Dann 13:30h Telefon: wir starten in ner Viertelstunde!

Schnell umziehen und aufpumpen und… PFFFFTTT! Vorderrad platt. Der Latexschlauch war am Ventil eingerissen. Also war ein schneller Schlauchwechsel angesagt, zum Glück noch im Keller im Trockenen. Gut zwanzig Minuten zu spät warn wir denn endlich am Start (GP 4000S und Fulcrum 5 brauchen eben dicke Daumen).

Dann war erst mal alles prima bis ca. 23km später ein verklemmter Antrieb einen Blick nach unten forcierte: die Kette war aufgegangen! Shimano 10fach Ketten sind einfach der letzte Dreck. Das ist Nummer zwei innerhalb von 3 Jahren. Die KMC zwischendurch hielt viele Kilometer…

kette

Die eingehende Inspektion des mitgeführten Werkzeugs versprach keine große Hilfe, also kurz richten und langsame Heimreise antreten. “Da hinten waren doch Leute beim Keller ausräumen, vielleicht haben die ja eine Zange.”

Doch die Leute waren schon weg, kein Zange in Sicht und eigentlich lief es ja ganz gut.  Also fahren wir weiter bis… ca. 2-3km später ein lautes Krachen ertönte mit erneuter Verklemmung des Antriebs. Der Blick auf Denselben offenbarte nichts Gutes:

ritzel

Das sah schonmal gar nicht gut aus. Eine nähere Betrachtung ergab einen Totalschaden im Antrieb, Weiterfahrt unmöglich! Zum Glück hatte ich mein Telefon mit und Jochens Frau Zeit und Muße um uns aufzufischen. Jochen fuhr dann alleine zurück, dafür gingen wir noch Kuchen holen.

schaltwerkkaefig

Ganz so glorreich endete der Tag also nicht mehr. Ob die magere Punktzahl ausreicht, um die rote Laterne abzugeben, ist noch nicht bekannt. Ob der Rahmen auch noch nach Walhalla einfährt bzw. sein Leben als Singlespeed weiterführen muss, ist auch noch nicht bekannt. Falls jemand weiß, wo Quantec Schaltaugen lieferbar sind, bitte hier einen Kommentar hinterlassen!

Jetzt muss ich wohl erstmal wieder Fixie fahren…

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Fixed driven

Sonntag 14. März 2010 von hansi.bierdo

Spannend ist diese Fixie Fahrerei, sehr puristisch aber IMHO nix für Grobmotoriker. Schon das Einklicken in drehende Pedale ist durchaus ein erhöher Schwierigkeitsgrad. Und auch sonst ist i-wie alles anders, selbst einfachste Situationen wie Bürgersteig hochziehen. Normalerweise nehm ich immer kurz vorher den Tritt raus,  dann den Schokoladenfuß nach vorne, peil die Bordsteinkante an um dann zeitgleich mit beherztem Reintreten  den Lenker hochzuziehen. Beim Fixie muss man halt mit der Fußstellung leben, die gerade reinläuft. Auch Kurvenfahren mit voll drehenden Pedalen kostet erstmal ein bißchen Überwindung. Aber nach ein paar Fahrten ist alles im grünen Bereich.

Änderungen der Topografie meldet das Fixie noch direkter zurück als ein normales Fahrrad. Je nach Übersetzung wird ein Hügel/Berg zur Mann-gegen-Mann-Situation und glücklicherweise musste ich trotz der Kessellage hier in Stuttgart bislang noch nicht schieben. Allerdings dürfte ich einen persönlichen Rekord der niedrigsten Trittfrequenz aufgestellt haben (Zuschauer hätten vielleicht Stehversuche vermutet?). Bergrunter gab es dann, nach exponentiellem Anstieg derselben, neue Rekorde in der maximalen TF.

Was definitiv geschult wird, ist auch die Vermeidung von Tretpausen. Man ist immer, immer, immer am kurbeln.  Summasummarum dürfte das eigentlich ein prima Beintraining abgeben. Vielleicht erfahren wir in den nächsten Wochen mehr dazu?!

Eins ist dann aber auch noch unerwartet anders, nämlich nach zwei Wochen Fixfahren auf ein normales Rennrad umzusteigen. Die ersten Tritte hatten nicht nur einen richtig spürbaren Totpunkt, mehr noch  blieb die Kurbel nahezu stehen und das Weitertreten war sehr ungewohnt. Die Benutzung des Freilaufs hat sich eine zeitlang auch mal echt komisch angefühlt. ;-)

Und falls ich jemals wieder auf Schaltung zurückrüsten wollte, hätte ich ganz in der Nähe einen Laden, wo es das japanische Angelzubehör gibt.

Angelrolle nachrüsten?

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Fixed - und fertig!

Sonntag 7. März 2010 von hansi.bierdo

Schon länger beobachte ich die Fixie-Szene und obwohl ich wirklich gar nix mit diesem old-school-vintage-retro-track-fixed-messenger-singlespeed-Gehabe anfangen kann, fand ich die Räder und die Antriebsart i-wie geil und wollte das auch mal probieren.  Letztes Jahr wollte ich dann schon mal eins aufbauen, jedoch kam ein Meniskusriss dazwischen. Anschließend  waren es dann Überlegungen, ob das fixed fahren überhaupt noch gesund für das gebeutelte Knie wäre?!  Aber nach dem ewigen hin und her mit dem Knie beschloß ich dann: arschlecken pfeif drauf, schlimmer kann es ja nicht mehr werden und reaktivierte meinen stählernen Franzosen, der seit fast 30 Jahren in meinem Besitz ist.

Seit einer Woche ist nun mein Fixie am Start. Eigentlich als SingleSpeed-Auf-die-Arbeit-Fahr-Rad geplant,  hab ich  ein anderes Hinterrad mit einem Starrritzel ausgestattet, natürlich nur zu Probierzwecken! Das  Freilauf Hinterrad war dann genau einmal zur Probe drin, ansonsten nur der Starrgang. Das Rad ist jetzt “fixed und fertig”! :-)

Hier der “neue” Hobel:

Das Stählerne reloadedDas Stählerne in gross

Für die Technikfreaks noch ein paar Worte zu dem Rädchen:

Der Rahmen ist ein billiger französischer Stählerner, den ich 1983 neu für 180DM gekauft habe. Über das Geröhr weiß ich nix, aber es dürften keine Wasserrohre sein, der Rahmen ist für Grösse 63 recht leicht. Das Fixie wiegt ohne irgendeinen Leichtbau unter 9kg.  Die Shimano 600AX Bremsen besitze ich ebenfalls seit Mitte der 80er.  Die Laufräder waren ursprünglich Maillard Naben mit Mavic Felgen, das Hinterrad hat aber mal eine neue Felge (Ambrosio) bekommen. Als Singlespeed LRS war eigentlich ein bei ebay gekaufter Shimano 600 mit Mavic Felgen angedacht, der als SSP aber nur einmal gefahren wurde. Das Maillard Hinterrad und das 600er Vorderrad ist hier jetzt drin. Der ITM Vorbau stammt von damals, der Modolo Bügel samt Dura-Ace Griffen ist aber moderner und auch von ebay. Das war notwendig, da das Rad einmal als Dauerleihgabe von dem Leiher auf flachen Lenker umgebaut wurde und die Originalteile (Cinelli Lenker, 600AX Griffe) nicht mehr vorhanden sind. Die Kurbel ist eine 105er, die ich vor 3 Jahren mal als Komplettgruppe bei Ebay gekauft hatte, und die auch zwei Sommer an dem Rad dran war. Damals wurde auch der Rahmen abgeschliffen und neu gelackt. Die Übersetzung ist 42×19 fixed und 42×18 SSP. Pedale sind derzeit Shimano SPD dran, ich hab aber auch noch die orginalen SR Sakae Japan SP-150 hier liegen. Sind schon neu gefettet, bräuchten aber noch anständige Haken und Riemen. Einen anderen Sattel brauch’ ich noch, der Velo Modell “trockenes Brötchen” ist nix für meinen Hintern.

Und neue halfcranks muss ich mir auch wieder machen lassen, mit einem Rädchen mehr… :-)

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Eine Schwalbe

Sonntag 28. Februar 2010 von hansi.bierdo

macht zwar noch keinen Sommer, aber die Wahrscheinlichkeit dafür steigt! :)

Gestern konnte ich meine zweite Rennradausfahrt für dieses Jahr ziemlich schmerzfrei zurücklegen. Und das kam so:

Meine Frau bekam von einer alten Bekannten den Tipp, wegen meiner  orthopädisch unmotivierten Gelenk-, Muskel- und Sehnenbeschwerden doch einmal auf Übersäuerung hin zu testen. Ich solle einfach mal ein bis zwei Teelöffel Natron in 1l Wasser auflösen und das relativ zügig trinken. Werden die Gelenk- und Muskel/Sehnenschmerzen davon weniger, sollte man weitermachen. Es könne dabei auch ein kurzfristiges Brennen in den betroffenen Stellen ausgelöst werden.

Gesagt, getan, und siehe da, es wurde tatsächlich besser. Gebrannt hat es auch immer wieder mal  ganz doll. Ich begann meine Ernährungsgewohnheiten zu untersuchen und mich via Internet schlau zu machen, wovon ich die Finger lassen sollte und was zu dem Entsäuern positiv beiträgt. Mittlerweile nehme ich Bullrichs Vital Tabletten statt Natron, weil diese mehrere Mineralien enthalten, werde aber auf ein Basenpulver auf Citronatbasis umsteigen. Eine Entsäuerung ist scheinbar eine eher längerfristige Maßnahme, analog der Versäuerung, die man sich über einen langen Zeitraum zugefügt hat.

Aber tendentiell werden die Beschwerden seit zwei Wochen immer weniger, was nach Monaten der Qual wirklich eine grosse Erleichterung ist. Ich kann wieder nahezu schmerzfrei sitzen, liegen und schlafen (!), gehen und radfahren. Herrlich!

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Weihnachtspokalgewinner!

Mittwoch 6. Januar 2010 von hansi.bierdo

und das kam so:

Wie ein Eichhörnchen hatte ich schon im Herbst mit dem Punktesammeln auf Vorrat begonnen, um ab Mitte November und in der Adventszeit meinen Vorsprung kontinuierlich auszubauen und dann über Weihnachten und zwischen den Tagen voll reinzuhauen.

Viele Punkte im WP erreicht man recht einfach mit extravoluminöser Zufuhr von Lebkuchen, Nüssen, Schokolade (in jeglicher Form und Farbe) sowie anderen unnötigen Kalorien wie z.B. Weihnachtsfeiern mit entsprechenden Alkoholmengen. Oberste Pflicht ist natürlich das kontinuierliche Überschreiten des täglichen Energiebedarfs, das gibt einfach Punkte wie die Sau! Wer kann, darf auch abends bzw. nachts gerne immer mal wieder kontrollieren, ob das Nutella überhaupt noch gut ist, denn das verdirbt/verdunstet ja auch immer so schnell bei dem Wetter! Bevorzugt macht man das mit einem Löffel, denn Messerablecken ist gefährlich, liebe Kinder! Nicht zuhause nachmachen!

Perfekt wird der Punktezuwachs durch eine nahezu durchgängig sitzende Tätigkeit mit langen Arbeitszeiten und eine Lebensweise unter dem Motto “No sports please!”. Mit diesem zwar selbstentwickelten, aber durchaus auf Profiniveau angesiedeltem Programm konnte ich mein Weihnachtspokal-Konto in wenigen Wochen mühelos und nahezu unbemerkt von ca. 85 auf 92 hochschrauben, um dann vor ein paar Tagen festzustellen, dass

  • mir eine bestimmte Hose nicht mehr passt,
  • mir da vorne etwas irgendwie im Weg ist

und nach einem Blick auf die Waage: dass ich gute 10kg über meinem Radgewicht liege und damit in meinem Team wenigstens der gefühlte Weihnachtspokalgewinner bin, wenn ich winterpokalmäßig schon die rote Laterne habe!

Es ist also die Zeit gekommen mit dem Quatsch aufzuhören und sich wieder an Radfahren und gesunde Ernährung zu erinnern. Begünstigt wird das Vorhaben durch die Tatsache, dass einige Versuchungen ja auch gar nicht mehr existieren, wie z.B. Lebkuchen. Und das ist auch gut so. Der Süßigkeitenschrank ist mittlerweile auch leergefegt bzw. der verbleibende Inhalt ungeil oder so weit überm Verfallsdatum, dass nur ein Junkie auf absolutem Entzug dran gehen würde.

Dann bin ich derzeit Bahnfahrer und Fußgänger, da ich meinen Dienstwagen der alten Firma abgeben musste und mein neuer noch nicht da ist. Das bedeutet auf jeden Fall mal zusätzliche Bewegung und wenn hier nicht Schnee und Eis am Start wären,  wär ich gestern und heut schon mit dem Rad gefahren. Aber wenn das Thermometer so gar nicht mehr in den positiven Bereich gelangt, fällt es schon schwer mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, wo es keine Umkleiden, Duschen oder Ähnliches gibt, sprich die Windstopperhose nicht gewechselt werden könnte. Gescheite Winterreifen hab ich auch nirgends aufgezogen, denn weder Schwalbe Marathon (Trecker) noch Conti GP 4000S (Renner) sind  da ideal, und das Fixie/Singlespeed mit den Schwalbe Blizzard ist noch nicht fahrbereit , sonst wäre der Name sicher Programm! ;)

Morgen ist zwar Feiertag, aber ich muss nen Server updaten, und fahre mit dem Rad, selbst wenn wieder Schneegefahr herrscht! Versprochen!

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In preparazione

Sonntag 4. Oktober 2009 von hansi.bierdo

Gehüllt in bunte Blätter, trägt der Herbstwind die magischen Worte ins ganze Land hinaus: Winterpokal. Auch dieses Jahr werden sich wieder Heerscharen von Fahrern dieser Prüfung stellen, doch erfahrungsgemäß ist es nur wenigen vergönnt, diese Aufgabe bis zum Ende durchzustehen.

Vier Wochen vor dem offiziellen Start legte sich C4F auf die Lauer. Wir suchen nach den sagenumwobenen “Men in Black”, einem Team, von dem man sich erzählt, es sei auf der dunklen Seite der Macht unterwegs.  Nach langem Observieren in einem der konspirativen Rennradreviere gelang es uns tatsächlich, einen der phantomartig auftauchenden Fahrer, zu erhaschen.

phantom

Wir versuchten ihm zu folgen, was sich als nicht so einfach gestaltete. Öfters sahen wir nur noch einen Schatten umherhuschen. So verloren wir ihn auch recht schnell, konnten jedoch kurz darauf sein Rad ausmachen. Sofort waren wir neugierig, was da los war. War ihm während des Trainings unwohl geworden und wollte er sich spontan behandeln lassen?

drk

Wir schlichen zurück in unser Versteck, und dabei verschwand der Fahrer wieder. Wir konnten jedoch nach kurzer Zeit wiederum sein Rad entdecken, obwohl der Fahrer offensichtlich versucht hatte, es inmitten einer Einkaufswagenstation zu verstecken.

radversteck

Als wir uns orientierten, konnten wir kaum glauben, was wir auf der anderen Seite sahen:

dasgrossea

Offenbar lag hier kein Fall von Unwohlsein vor. Die Apotheke hatte nämlich heute keinen Notdienst.  Und seine Trikottaschen waren beim Herauskommen prall gefüllt! Wir wurden neugierig und verfolgten unser Phantom weiter, bis zu einem unscheinbaren Gebäude, mitten in einem menschenleeren Industriegebiet, wo er samt Rad für etwa eine halbe Stunde verschwand.

rekord

So langsam verstanden wir! Der Name scheint hier Programm zu sein. Jetzt wollten wir mit ihm reden und warteten aufgeregt auf sein Erscheinen. Wir konnten ihn stellen und nach langem hin  und her erklärte sich H. B. aus S. (Name der Redaktion bekannt) gegen Wahrung seiner Anonymität notgedrungen bereit, Rede und Antwort zu stehen:

C4F: Herr B., wir haben Sie gerade an ein paar erstaunlichen Rastpunkten gesehen, bitte geben Sie uns einen Einblick in ihre Vorbereitungen zum Winterpokal.

H.B.: Heutzutage wird der WP nicht mehr durch reine Fahrleistungen entschieden. Wer  da bestehen will, muss mehr machen. Wir haben von den Profis gelernt wie es geht. Sicher, Talent, Training  und  Grundlage, dass muss man alles vorraussetzen. Auch das Material muss stimmen, mit einem herkömmlichen Rad geht hier gar nix. Und daneben spielt natürlich die Vorbereitung die größte Rolle, Teambildung und so, das ganze Drumherum eben.

C4F: Aha, was genau meinen sie mit und so?

H.B.: Man muss die richtigen Partner haben, die Logistik muss stimmen, alles wird bis ins Kleinste ausgeplant.

C4F: Herr B., Klartext bitte! Reden Sie mal über Ihre Stopps von heute?

H.B.: Jungs, wie seid Ihr drauf? Ich dachte, ihr kennt euch im Radsport aus, aber ihr scheint keine Ahnung zu haben. Im WP werden Leistungen gezeigt, die biologisch nicht mehr erklärbar sind. Da verbringen Leute so große Zeiträume auf der Rolle, sowas geht gar nicht ohne entsprechende Hilfe. Aber auch die Draußenfahrer sind stark gehandicapt. Es ist kalt, dunkel, die Kraft fehlt einfach und man muss vor jeder Fahrt den inneren Schweinehund überwinden. Da ist ja nur legitim, sämtliche zur Verfügung stehenden Mittel auszuschöpfen. Jeder Fahrer tut hier, was er muss und kann. Unser  Team unterstützt uns zusätzlich noch mit der Ostholsteinischen Spezialmischung, benannt nach ihrem ersten Applikationsort. Die ist innerhalb von kürzester Zeit nicht mehr nachweisbar und der Schub ist gigantisch. Da ist CERA ein Scheißdreck dagegen…

C4F: Sie meinen das böse D-Wort ist auch im WP allgegenwärtig? Im Hobbybereich, wo es nicht mal was zu gewinnen gibt?

H.B.: Männers, seid ihr schwer von capé? Straight Edge ist vorbei. Und was heisst hier nichts zu gewinnen? Ruhm und Ehre! Einen legendären Eintrag in den WP-Listen, Huldigungen auf offener Strasse, sexuelle Gefälligkeiten oder zumindest das Überlassen der letzten Waffeln auf einer RTF, ist all das nichts?! Natürlich gibt es keine Kohle oder sowas, aber wer macht sich denn so einen Stress wegen dem schnöden Mammon? So und jetzt Schluß, ich will nach Hause, ich brauch ein Bier!

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Hansi.Chickdo

Samstag 3. Oktober 2009 von hansi.bierdo

Heut war ja der 03. Oktober und daher fand der mittlerweile traditionelle Charity Bike Cup statt. Also brach ich mein Versprechen der Oktoberradfahrpause und machte mich auf den Weg ins schwäbische Örtchen Heimerdingen. Leider hatte ich vorher noch so viel zu tun rumgetrödelt, dass ich nur mit dem Hauptfeld ins Ziel kam, und dann auch noch von der anderen Seite…

Hehe, nicht was ihr denkt, ich bin doch nicht mitgefahren. Dafür habe ich auch gar nicht das korrekte Material, wie ich feststellen musste. Unter 800€ Laufrädern geht da ja mal gar nix, aber dafür sind dann anscheinend sogar “Leichtgewichte” mit 12-27er Kassette und Kompaktkurbel renntauglich, das würde dann ja sogar bei mir passen. Vermutlich lag das aber an den Gelpacks, die der Besitzer außen am Oberschenkel in der Hose stecken hatte. Auch gut, dafür warn dann die Trikottaschen nicht so voll.

Vom Rennen selber hatte ich also nicht so viel gesehen, dafür stand La Hanka im Ziel neben mir und ich dürfte auf ungefähr 1.000 Fotos mit dem C4F Trikot drauf sein. Nur ich Depp habe immer noch keine trikotkonforme Knipse, und deshalb auch kein Chick Bild von Hanka und mir.  Mistkram.

Naja, es gibt Schlimmeres und immerhin konnte ich in der Oktoberpause knapp 50km mit über 500hm hinter mich bringen. Ach ja, kalt war’s i-wie mit 16°, der niemals endende Sommer ist jetzt mal so richtig vorbei…

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Tool Time: STi getauscht

Samstag 19. September 2009 von hansi.bierdo

Tjoar, neulich hat es ja meinen linken STi dahingerafft. Also mußte ein neuer her, bzw. zwei, weil den alten krieg ich ja getauscht oder repariert. Im Hinblick auf mein neues Rad hab ich dann Ausschau nach Ultegra STis gehalten und wurde im RRN fündig.

Da bot jemand gebrauchte, bzw. gerade mal eingefahrene Ultegra SL STis an, was genau meine Kragenweite wäre. Der Preis stimmte, die Verkäuferin war auch noch aus Stuttgart, besser geht es ja gar nicht. Leider bin ich dann erst heute zum Basteln gekommen, dafür aber gründlich.

Nicht nur die STis wurden ersetzt, ich habe auch endlich mal mein Dura-Ace Schaltzugset, das seit einem Jahr in der Schublade zu verschimmeln droht, eingebaut. Da der Triple Umwerfer nicht sonderlich gut mit den 2-fach STi harmonierte, wurde er kurzerhand durch einen alten einer 8-fach 105 ersetzt: klappt! Auf dem “Prüfstand” schaltet es sich  jetzt perfekt, die Bremsen ziehen auch wieder auf dem ersten Zentimeter Hebelweg, alles so wie ich es mag.

Und zur  Krönung des Tages hab ich das alte Rose-Lenkerband wieder drangewickelt, sogar mit dem Isolierbandabschluß, der schon vorher dran war.

Und jetzt behaupte niemand mehr, aus mir könnte kein Schwabe mehr werden. ;-)

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Kette rechts mit Martin

Sonntag 13. September 2009 von hansi.bierdo

Zitat Martin:  “Je nach Wetter würde ich am Sonntag eine lockere, wirklich lockere Ausfahrt machen wollen.”

Soviel erstmal zum Plan A. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. ;-)

Es ging damit los, dass ich (wie immer) zu spät in die Puschen kam, doch diesmal im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich wollte ein paar Einlagen ausprobieren, die ich doch noch irgendwo rumliegen hatte. Nur wo…?

Als ich dann endlich auf dem Rad saß, hiess es Gas geben im Gegenwind und ich kam tatsächlich nicht allzuspät bei Martin an. Wir fackelten gar nicht lange rum, sondern fuhren gleich los. Martin sah mich noch etwas komisch an, als ich von Gegenwind faselte, das legte sich dann aber gleich darauf mit der nächsten, seiner ersten Windböe. :-)

Heute war so ein Tag, an dem man immer minutenweise falsch angezogen war. Prinzipiell war es sonnig, sie war nur meist hinter den Wolken (da wo sie eigentlich immer scheint) und es blies ein ordentlicher Wind. Kam die Sonne dann mal heraus, war es direkt zu warm in den schwarzen Sachen. Würde man aber irgendetwas ausziehen, wäre es Minuten später wieder zu kalt. Also lieber schwitzen als frieren und mit langen Armen und 3/4 unterwegs.

Wir fuhren die wohlbekannte Enz-Runde, die mit knapp 85km und 650 Höhenmeter aufwartetet, immer wieder mit schnell fahrbaren Teilabschnitten durchzogen. Aber das schönste an der Runde ist dass sie bei mir beginnt, wenn ich zu Martin fahre und wir auf dem Rückweg bei mir vorbeikommen, von wo er dann nach Hause fährt, meistens unterstützt von einem Franzi Hefeweizen alkoholfrei.

Wir hatten uns erstmal viel zu erzählen und so legten wir nicht so übertrieben los, damit wir noch Luft zum quasseln hatten. Das legte sich dann, als wir den ansteigenden Teil der Runde hinter uns hatten und die nette Abfahrt mit dem schnellen Asphalt kam. Im Grunde genommen wurden wir immer schneller und das gipfelte in  Plan B: unnötige, herrliche Attacken auf dem recht überfüllten Neckarradweg.

Erst schlich sich ein Treckingradfahrer in unseren Windschatten, als wir eine größere Gruppe mit Packtaschenrädern überholte. Als ich uns wieder einmal Platz machen lassen wollte, mangels Klingel mit meinem bewährten, freundlichen, vokal vorgetragenen “DingDong”, schien der Lutscher eine gewisse Gruppenzugehörigkeit demonstrieren zu wollen und klingelte. In dem Moment beschloss ich an dem kommenden Anstieg das Tempo  stehen zu lassen. Ich wußte, dass Martin einfach mitgehen würde und als es frei wurde ging ich aus dem Sattel und beschleunigte. Martin klebte an mir und kurz hintendran der Trecker. Als es dem Ende der Steigung und auch meiner Puste zuging, spottete Martin das, zog nach vorne und beschleunigte noch weiter. Wir nahmen die Kuppe mit etwa 10km/h mehr als üblich, immer noch auf die Enddreissig zusteuernd. Der Abstand wurde größer und der Trecker platzte dann auch weg. Martin dachte, das Klingeln  hätte uns gegolten und das sowas ja wohl nicht sein kann. ;-)

Als nächstes versuchte ein Jüngling mit Stahlrenner an uns dran zu blieben. Wir zogen wieder von dannen, machten dann aber auch mal wieder langsamer und am “Horizont” tauchte unser Verfolger wieder auf. Ich meldete “Feind in Sicht” und sofort ging es wieder nach vorne als gäbe es etwas zu gewinnen. Ich weiß gar nicht, ob uns heute überhaupt jemand überholt hat, und das alles bei dem Wind.

Ja, genau, der Wind, der drehende Hund. Schwenkte kurz mal von SüdSüd-West nach SüdSüd-Ost, natürlich ziemlich genau in dem Moment, wo wir auch mal was davon gehabt hätten. Manchmal wär man als Windsurfer wirklich besser dran…

Alles in allem war es wieder einmal eine gelungene Veranstaltung, die Einlagen machten sich gut, da muss ich mir wohl mal was richtiges verschreiben lassen. Leider ist heute nachmittag aber noch mein linker STI gestorben. Er schaltet nicht mehr runter. Da werd’ ich wohl Ersatz brauchen und herausfinden wie kulant H&S Bikediscount ist. Oder sollte ich eingeschworener Nipponfan vielleicht doch mal zum angedachten Öschi-Rahmen geografisch korrekt mit einem italienischen Pferdemensch fremdgehen

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Nutella, do hoast woas drrauf!

Mittwoch 9. September 2009 von hansi.bierdo

Wie hab ich mich geschont, bin extra Samstags gar nicht gefahren, sondern hab Carboloading gemacht und beim EZF der Vuelta soigniert um für Sonntag fit zu sein, und dann dass. Sofort nach dem Aufstehen (in der Reihenfolge) brettharte Nackenmuskulatur rechts, Kopfweh, Durchfall, keinen Appetit und auch nicht wirklich das Gefühl die geplante Runde überstehen zu können.

Tapfer bin ich trotzdem losgezogen, hab auch noch 2 Eier und ein Brötchen mit Erdnußbutter und Nutella gefuttert, ein weiteres für die Trikottasche fertig gemacht, weil Nutella geht ja quasi immer.

Bei Martin “Kette rechts” wurde mir ein weiterer Begleiter vorgestellt, “Tannschuh”, dessen Name ich vorher schon ein paarmal am Telefon gehört hatte und der in wirklich Tanju heisst. Tanju ist ein netter Kerl mit idealen Bergflohmaßen, dessen Kletterqualitäten ich noch kennenlernen sollte. Tanju trat in 3/4 Hose, Langarmtrikot und Fingerhandschuhen an und ich freute mich, nicht alleine so eingepackt zu sein, mit 3/4 Hose, Armlingen und zur Feier des Tages: Helm! Ich alter Helmverweigerer wollte im Hinblick auf die User Tour mal testen, ob ich den über eine grössere Tour überhaupt tragen kann. (Vorweg: es ging, hab ihn zwischendurch sogar öfter mal ganz vergessen ^^)

Anyway, wir fuhren los und es ging gleich von Anfang an latent berghoch. Zum Glück zogen die Jungs nicht so am Horn, das ich Schwierigkeiten bekam, obwohl ich mich irgendwie saft- und kraftlos  fühlte. Nach den ersten Hubbeln kamen wir dann auf einer netten Abfahrt ins wirklich wunderschöne Würmtal. Da braucht man echt nicht in den Südschwarzwald zu fahren, da sieht es auch nicht anders aus. Bis an die Therme von Bad Liebenzell fuhren wir dann ganz ordentlich, um dort eine kurze Pause zu machen und die Flaschen zu füllen.

Hier konnte ich den anderen Beiden mit dem verbliebenen Nutellabrötchen mal schön die Nase lang machen, essen ging wieder bei mir. Der alte Kampfschrei “Nutella, do hoast woas drrauf!” klang mir noch im Ohr, denn das hatte ich auch dringend nötig, war doch quasi sofort nach den Thermen rechts hoch die Erklimmung dessen, was sich unten Tal nennt, angesagt. Bei einer moderaten  Steigung von 6-8% bin ich knapp über der ANS konstant schnell (oder lahm - wie man es nimmt) hochgefahren.  Hier fuhr Tanju vorneweg, keine Wunder, wiegt der doch fast nur 2/3 von mir…

Allerdings war bei mir danach erstmal die Luft etwas raus, trotz (oder wegen?) Nutella.  Ich denke ja eher so: das Bergfahren und ich, wir werden vermutlich keine grossen Freunde mehr. Lieber fahre ich an der ANS kilometerweit schnell als nur einen Bruchteil davon irgendwo hoch. Ich bin einfach der geborene Rouleur, das war auch früher schon so. Ich komm hoch, aber richtig Spaß macht’s keinen…

Auffallend war die unglaublich grosse Zahl von hupenden Ar…äh…Autofahrern, die sich teilweise auch keinen Knochen rausmachten, uns vielleicht doch noch abschiessen zu können. Und alles nur, weil wir mal kurz auf einer eigentlich für Radfahrer verbotenen Strasse Zweierreihe gefahren sind?! Das hat uns Martin allerdings erst viel später erzählt, bei dem Schild waren Tanju und ich gerade innig am “Schnawweln” und wir ham es nicht gesehen. Aber trotzdem: normal muss ich für soviel Hupen locker einen Monat sammeln und das Verbot war nur ein paar der vielen Kilometer lang.

Leider hat sich auf der Fahrt noch mein geliebtes Sigma Rücklicht verabschiedet, bzw. erst der Halter, dann das Licht.  Ich hab noch was am Bein vorbeistreifen gemerkt, dachte aber an einen Ast oder so. Wenn Martin mich nicht drauf aufmerksam gemacht hätte, würden die Einzelteile immer noch in Leonberg liegen. Der Halter ist gebrochen, das Licht so nicht mehr brauchbar. Martin hat mir später eines aus seiner Sammlung geschenkt. Vielen Dank nochmal dafür!

Nach 94kommairgendwas km, 7hundertirgendwas Höhenmeter und knapp 4h Fahrzeit kamen wir bei Martin an und regenerierten dort bei Radler, superleckerem Kaninchen in Estragonsauce (Meine Kompliment an die Köchin!)  und Eis. Ich konnte ja wieder essen! :-)

Schee war’s!

48er vs. 64er Rahmen

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Einfahren für die Usertour

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