Blog der 2 Geschwindigkeiten

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Erwischt!

Samstag 1. August 2009 von heinzhelfgen

So. Die Tour 2009 hat ihren ersten Dopingfall. Dass es mit Mikel Astarloza einen der Protagonisten der 2. Geschwindigkeit erwischt hat, freut mich nicht gerade - es überrascht aber auch nicht sonderlich.

Es war und ist offensichtlich, dass auch in den langsameren Teams Doping eine große Rolle spielt. Manche Stimmen sagen, daß in den Topteams die Protektion gegen positive Dopingtests besser sei, während in Teams wie Euskaltel die Fahrer beim Thema Doping eher auf sich allein gestellt zu sein scheinen.

Das baskische Team ist beileibe kein unbeschriebenes Blatt, was erwischte Dopingsünder angeht. Die Namen Txema del Olmo, Aitor Gonzalez, Aketza Peña und Iñigo Landaluze fallen mir auf Anhieb ein. Auch dass der sportliche Leiter Igor Gonzales de Galdeano in seiner aktiven Zeit mit Eufemiano Fuentes zusammen gearbeitet haben soll, spricht nicht gerade dafür, dass es dem Team darum geht, als möglichst saubere Mannschaft dazustehen.

Dagegen war Euskaltel immer eines der Teams die trotz ihres kleinen Budgets durch eine spektakuläre Fahrweise im Peloton für Abwechslung sorgten, was ihnen auch außerhalb des Baskenlandes (z.B. im  Cycling4Fans-Forum) Sympathien eingebracht hat.  Das ist es auch, was für mich persönlich dem Dopingfall Astarloza einen kleinen bitteren Beigeschmack gibt. Wieder wurde einer Kleinen erwischt, der durch eine gelungene Attacke den Großen ein Schnippchen geschlagen hat. Aber auch das ist nichts neues: Welchen Teamarzt hatte das ehemals beliebte Team Kelme nochmal? (um nur eines von ganz vielen Beispielen anzusprechen)

Zurück zur 2. Geschwindigkeit: Ein erwischter Doper im Peloton der kleineren Teams der Tour de France ist keine Überraschung. Hoffentlich werden noch mehr gefunden. Trotzdem - die Leistung eines sauberen Fahrers (die Hoffnung, dass es welche gibt stirbt zuletzt :P) wird in der Sonderwertung 2. Geschwindikeit wahrscheinlich immer noch eher honoriert als im Feld der optimal präparierten Topfahrer.

Kategorie: Doping, Tour de France | Keine Kommentare »