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28/11 2001

Steffen Weigold

Team 
Gerolsteiner (GS I) 
Nationalität 
Deutsch 
Geburtstag 
09.04.1979 
Homepage 
keine 


Fragen & Antworten



Steffen Weigold bei der Bayernrundfahrt 2002
© Cyclingimages

  1. Dein Motto (beruflich und privat) ?
    "Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen"

  2. Was ist das Schöne am Beruf des Radrennfahrers bzw. was sind die Schattenseiten ?
    + Reisen, viel von der Welt zu sehen
    + Bezug zur Natur
    + immer Abwechslung
    + viel Spaß bei Gerolsteiner, Teamkollegen sind echte Freunde
    + Beruf = Hobby
    + viel Freiheit, kann meinen (Trainings-)Tag selbst planen, kaum Zwänge, Selbstverantwortung
    - ständig unterwegs zu sein kann auch nerven
    - es ist schwer Kontakte außerhalb des Radsports zu pflegen
    - Training, aber vor allem Rennen auch bei Sauwetter (das kann doch keinem Spaß machen!)
    - ein Radrennen kann auch verdammt sein

  3. Was sind Deine Pläne für die Zeit nach der Karriere?
    Meine erste Saison als Profi ist gerade zu Ende gegangen und ich habe vor kurzem meinen Vertrag bis 2003 verlängert. Radsport ist momentan die Nummer 1 bei mir und ich kann mir nur schwer vorstellen etwas anderes zu machen, einem "normalen" Beruf nachzugehen. Ich will einfach versuchen im Sport weiterzukommen und in zwei, drei Jahren ein Top-Fahrer zu sein. Dann bin ich auch sicher noch nicht zu alt um einen Beruf zu erlernen oder zu studieren wenn meine sportliche Entwicklung stagniert. Es ist aber wirklich schwer dem Radsport den Rücken zu kehren.

  4. Der sportliche Leiter ist ein...?
    ...wichtiger Mann, der das Team führt und taktische Richtlinien vorgibt. Er sollte von allen respektiert werden und ein guter Autofahrer sein ;)

  5. Fans sind....?
    ...das Salz in der Suppe. Ohne Fans gäbe es keinen Profiradsport. Fans spornen einen an, helfen mit ihrem Anfeuern. Fans (von anderen Fahrern, Teams) können aber auch richtig fies sein... Können sich solche Leute überhaupt als Fan bezeichnen?? Viele verstehen auch nicht, dass man nicht ständig eine Mütze oder gar ein Trikot zum Verschenken parat hat. Ist man deshalb arrogant?? Ich jedenfalls freue mich immer, wenn mich jemand anschreibt, mich bei einem Rennen anspricht oder den Namen rein ruft. Passiert allerdings nicht allzu oft ;)

  6. Was ist das Schlimmste, Verrückteste oder Interessanteste, das Du mit einem Fan erlebt hast?
    Ich glaube die Jungs mit den magentafarbenen Trikots können da mehr erzählen. Sorry, aber was außergewöhnliches ist mir bisher noch nicht wiederfahren.

  7. Dein Lieblingsrennen? Warum?
    Rund um den Henninger Turm: schöne Strecke, viele Leute, meistens gutes Wetter, deutsche Rennen sind fast immer gut organisiert.

  8. Welches Rennen magst Du nicht? Warum?
    Es gibt kein spezielles. Bei schlechter Form oder bei miesem Wetter kann jedes Rennen verhasst sein.

  9. Welcher ist der schwierigste Anstieg?
    Alter Spruch: kommt immer darauf an, wie gefahren wird. Gut - Ihr wollt Namen hören... Keine Ahnung wie die Rampen in Italien oder Spanien so geheißen haben.

  10. Vor welchem Rennfahrerkollegen hast Du am meisten Respekt?
    Habe meinen jetzigen Teamkollegen Davide Rebellin in diesem Jahr bei einigen Rennen erlebt und auch in den letzten Tagen bei unserem ersten Team-Treffen für 2002 einen Eindruck von ihm bekommen. Als junger Fahrer habe ich den größten Respekt vor Davide.

  11. Welche Einstellung hast Du zum Thema Doping?
    Die Nummer 1 in der Hitliste der meistgestellten Fragen... Ich habe während der letzten Saison viele Fehler gemacht und kann mich noch in so vielen Belangen (Training, Ernährung...) verbessern. Das zeigt mir, dass auch ohne Doping-Massnahmen verdammt viel möglich ist und ich noch lange nicht meinen Zenit erreicht habe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich meinen Körper durch irgendwelche Substanzen manipulieren und schädigen würde. Never ever!!

  12. Hast Du Familie? Wenn ja, was sagt die dazu, daß Du Radrennprofi bist?
    Meine Familie (Eltern, Bruder, Schwester) hat mich immer unterstützt und ich habe ihnen viel zu verdanken. Ich wohne noch bei meinen Eltern und Radsport gehört auch zu ihrem Leben. Sie waren aber zu Schüler-/Juniorenzeiten keinesfalls fanatisch (wie bei vielen anderen) und haben mir nie reingeredet.

  13. Wie bist Du zum Radsport gekommen?
    Durch meinen älteren Bruder, der über einen Lehrer an Anfängerrennen teilgenommen hat und seinen 10jährigen Bruder schließlich auch dazu angestachelt hat.

  14. Welche Vorbilder hast Du?
    keine

  15. Was machst Du in Deiner Freizeit?
    Ich gehe sehr gern ins Kino, surfe im Internet (mp3...) und bastle an meiner eigenen Homepage. Kann allerdings dauern! Mit dem Motorroller durch die City zu heizen und mit Freunden einen Kaffee zu trinken taugt mir auch zu jeder Zeit. Gehe auch gern Bummeln und lege Wert auf Klamotten. Letztes Wochenende war ich mit ein paar Teamkollegen beim Schifoan - eine Wahnsinns-Gaudi!

  16. Was sind Deine besten bzw. schlechtesten Eigenschaften?
    sportlich: + bergauf und bergab, Kampfgeist
    - Zeitfahren
    + Geduld
    - bin oft nicht spontan genug und treffe Entscheidungen eher langsam



Für unsere Cycling4fans-Umfrage haben wir den gleichen Fragebogen an alle Fahrer geschickt, die offizielle Email-Adressen haben.

 

Die Umfrage wurde von Christine durchgeführt. Mit Unterstützung in Sachen Radsportlerinnen durch msteil. Übersetzungen teilweise mit Hilfe von Anita, Chianni, Christine (Bel) und Tick.



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