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Vorschau: Rund um die Hainleite 2007

Text und Fotos Hawkeye 76, velo-pix.de




Am 4. August feiert der Radklassiker „Rund um die Hainleite“ - das älteste noch existierende Eintagesrennen in Deutschland – sein 100-jähriges Jubiläum. Grund genug für Hawkeye, einen Ausblick auf das Rennen zu wagen.

 



Der Radklassiker in Thüringen



Oskar Michael (Berlin)
Sieger
der A-Klasse
1931

100 Jahre nach dem ersten Rennen wird am 4. August der Startschuss für die 82. Austragung fallen. Der Termin ist wieder kurz vor den Start der Deutschland-Tour gerückt, was zusätzlich für ein interessantes Fahrerfeld sorgen sollte.





Chronik zur 100 jährigen Geschichte


historische Bilder

Erstmals wurde das Rennen am 18. August 1907 veranstaltet und es überstand alle Umbrüche des 20. Jahrhunderts. 19 Fahrer nahmen damals die Fahrt auf sich – 18 erreichten das Ziel. 14 Stunden betrug das Zeitlimit, 11:32 Stunden benötigte der Sieger Willi Ochs aus Erfurt. In der DDR-Zeit wurde die Veranstaltung traditionell am Himmelfahrtstag ausgetragen. Die Streichung dieses Feiertages bedeutete auch vorübergehend das Aus für den Klassiker. Nach der Wende wurde das Hainleite-Rennen erstmals wieder 1993 organisiert.

Mittlerweile hat es einen festen Termin im August.



Die Strecke



der Kyffhäuser ist geschafft...

Die Strecke ist 182,1 Kilometer lang und führt von Erfurt zum Kyffhäuser und zurück in die Landeshauptstadt. Den Kyffhäuser gilt es dabei von der nördlichen Seite zu befahren, die bekannten 36 Kurven. (Die Steigung)

Der Anstieg ist jedoch zu weit vor dem Ziel um schon eine Vorentscheidung zu erzwingen. Der Rest der Strecke führt durch das Thüringer Becken und ist ohne größere Schwierigkeiten.

 

Auf dem Weg zum Kyffhäuser bieten einige Wellen mutigen Ausreißern jedoch die Chance zu einer Fluchgruppe. Die langen Geraden auf der Bundesstraße 4 sind zudem sehr windanfällig. Hier werden daher vor allem die Helfer gefragt sein, das Feld zusammen zu halten oder auch andere Mannschaften zu überraschen und sie auf die Windkante zu nehmen.



Schlussrunden als Schlüssel zum Sieg

Das Ziel der meisten Mannschaften wird es sein, ihren Kapitän sehr weit vorn im Feld in die erste der insgesamt fünf Schlussrunden zu bringen. Erst nachdem die Fahrer fünf Mal die Arnstädter Hohle mit einem Anstieg von zehn Prozent (Rampen mit deutlich mehr) passiert haben, wird der Sieger feststehen. Der Anstieg ist etwa 1 Kilometer lang, kurvig, die Straße schmal und wellig, also ideal für Attacken. Die Sportler werden dabei vom begeisterten Publikum angefeuert. Die weitere Schlussrunde führt über einen Kopfsteinpflasterabschnitt sowie eine Abfahrt mit 15 % Gefälle und am Ende einer 180 Grad Kurve mit Kopfsteinpflaster. Alles spektakulär, bei Regen leider etwas gefährlich, aber alles gut einsehbar und an dieser Stelle mit breiter Straße.




die Arnstädter Hohle



10% und mehr



Die Zielgerade ist etwa 1 Kilometer lang und fast flach. Sprinter sind hier bisher kaum zum Zuge gekommen, eher endschnelle Fahrer aus kleineren Gruppen oder Solisten. Rekordsieger ist u.a. mit drei Erfolgen Mario Kummer, der 1981, 1986 und 1996 gewann.





ein nachdenklicher Daniel Becke
© velo-photos

Neben den Siegern der beiden letzten Jahre Jens Voigt (CSC – 2006) und Bert Grabsch (damals Phonak, heute T-Mobile – 2005) werden auch einige Thüringer am Start stehen. Für das Thüringer Energie Team, das unter anderem mit Bahnrad-Olympiasieger Daniel Becke und Marcel Kittel, dem deutschen U23-Meister im Einzelzeitfahren, antreten wird, ist die Hainleite eines der Saisonhighlights. Auch Nico Graf könnte für das Team einen Achtungserfolg erzielen.

 





Sebastian Lang , der zweite des Jahres 2006

Das Team Gerolsteiner will u.a. mit dem Erfurter Sebastian Lang antreten, der aber nach überstandener Fersenverletzung noch nicht in absoluter Topform sein dürfte. Das Team T-Mobile wird mit dem U23-Straßenweltmeister von 2006, Gerald Ciolek und den beiden Erfurter Stephan Schreck und Thomas Ziegler am Start stehen. Für den Sprinter Ciolek dürfte der Kurs zu schwer sein. Dafür sind Stephan Schreck, der gerade eine Etappe der Sachsen Tour gewinnen konnte, und Thomas Ziegler, der in Erfurt schon zweiter war, zu den Favoriten zu zählen.

 

Abzuwarten bleibt bei der diesjährigen Austragung das Zuschauerinteresse. Es ist dem Rennen zu gönnen, das die Zuschauer differenzieren können und dem Sport eine Chance geben. Auf der Schlussrunde hatten sich im Vorjahr 25.000 begeisterte Zuschauer gedrängt Insgesamt verfolgten 250 000 Radsport-Fans an der Strecke das Rennen. Diese Zahlen dürften auch ein gewisser Gradmesser sein.

 






2006 waren Fans zahlreich erschienen - wie wird es 2007 sein?


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